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Alle Autos im Ziel – was wollen wir mehr!

19.01.10
Das 2drive-Team hatte auf der Zielrampe allen Grund zum Jubeln

Nach dem besten Dakarergebnis in der Geschichte des 2drive-Teams aus Leipzig, zieht der Teamchef Tino Schmidt eine erste kurze Bilanz. Bei seiner insgesamt 6. Dakar als Fahrer oder Teamchef, erreichten alle drei eingesetzten Fahrzeuge auf Top-Platzierungen das Ziel in Buenos Aires.

Wie sieht ein erstes Fazit, so kurz nach Ende der Dakar 2010 aus deiner Sicht aus?
Als Teamchef bin ich natürlich hochzufrieden. Wir waren, wie im letzten Jahr mit drei Fahrzeugen an den Start gegangen, aber im Unterschied zum Vorjahr, auch mit allen drei ins Ziel gekommen. Das allein schon ist ein Zeichen für die super Arbeit des gesamten Teams.


Was war da der entscheidende Unterschied zum Vorjahr?
Wir hatten uns im Vorfeld personell sehr gezielt verstärkt. Zum einen in der Position des Teammanagers und dann auch im Bereich der Servicekräfte. Hier konnten wir uns exzellent verbessern. Unser neuer Teammanager Sujit Das merkt man bei alle seinen Arbeiten seine jahrelange Erfahrung an. Das hilft ungemein und baut enorm viel Vertrauen in der ganzen Truppe auf. Die zwei Mechaniker Patrick Lepers und Uwe Zaumseil mit dem neuen Partsmanager Patrick Martin haben gemeinsam mit Philipp Tiefenbach, unserem Technikchef, einen wirklich tollen Job geleistet. Wenn man bedenkt, dass wir generell mit gerade einmal 2,5 Servicekräften pro Fahrzeug ausgekommen sind wo bei vergleichbaren Privatteams bis zu 6 Mechanikern ans Werk gehen mussten, kann ich nur wahnsinnig stolz und hoch zufrieden mit der gesamten Truppe sein.



Wie sieht es denn mit dem 2drive-Fuhrpark aus. Es sind ja doch schon Fahrzeuge, die nicht mehr die jüngsten sind?
Ganz im Gegenteil. Unsere Fahrzeuge werden von Jahr zu Jahr nicht nur standhafter, sondern die verbaute Technik wird auch immer ausgereifter. Unsere neuen selbstentwickelten Südamerikamodifikationen haben super funktioniert. Eine Zielankunft mit allen Fahrzeugen hat ansonsten nur das ehemalige Mitsubishi-Werksteam geschafft. Wir legen vielleicht nicht den größten Wert auf den Topspeed, dafür sind unsere Wagen aber so konzipiert, dass sie anstandslos die 9.000 Kilometer Dakar überstehen können. Stephan meint sogar schon, dass er mit seinem „kleinen roten Traktor“ die Dakar fährt.

Ein paar Worte zu den drei Fahrzeugbesatzungen – wie zufrieden bist du mit der Wahl der diesjährigen Teams?
Vor Stephan Schott zieh ich den Hut. Wir kennen uns ja nun auch schon fast 5 Jahre und wie er hier wieder gefahren ist, war echt toll. Man muss bei all seinem Fahrtalent beachten, dass er ein reiner Amateur ist. Er hatte ein ganzes Jahr lang kein Rallyeauto bewegt, kam praktisch vom Schreibtisch, stieg in seinen roten KS Tools-Pajero und legt dann so eine Dakar hin. Ohne jegliche Vorbereitung fährt er dann auf den 26. Platz. Normalerweise findet man in diesen Regionen nur Profifahrer!
Robert war die Überraschung schlechthin. Dafür das er vorher noch nie in richtig tiefen Dünensand unterwegs war, erst eine reine Amateurveranstaltung mit quasi Durchkommgarantie vom Veranstalter absolvierte, war die Dakar als sein Raid-Rallye-Einstand schon sehr gewagt. Er ist aber von Anfang an sein Tempo gefahren, hat sich sehr überlegt aus allen Kämpfen rausgehalten und ist ohne jegliche Strafzeit auf Platz 35. ins Ziel gekommen. Und was noch viel besser ist – bis zum Restday in Chile, da standen schon knapp 2.400 WP-Kilometer auf der Uhr, hatte Robert an seinem Mitsubishi noch kein einziges Ersatzteil benötigt! Einfach super.



Unsere neue T4-Besatzung war ebenfalls toll unterwegs. Wenn ich da nur an den Kupplungswechsel mitten in den Dünen denke. Da muss man schon was auf dem Kasten haben, um bei diesen Dickschiffen mitten im Nirgendwo so eine Reparatur ohne Bühne und doppelten Boden durchzuführen. Auch wenn sie dadurch im Endergebnis weit zurückfielen, hinderte sie dies nicht daran zum Beispiel auch noch für die restlichen Tage Ersatzteile, für ein anderes deutsches Team als Fast-Assist mitzuführen, da ihr T4 schon ausgefallen war. Solche Aktionen machen dann den wahren Geist der Dakar aus.

Wie sieht die Planung des Teams für den Rest des Jahres aus?
Wie sagt man so schön: Nach der Dakar ist vor der Dakar. Das gilt auch für uns. Wir werden also auch im kommenden Jahr wieder mit von der Partie sein und so beginnen wir sobald die Wagen wieder zurück sind mit den Vorbereitungen für die 2011er Ausgabe. Mir persönlich haben die zwei Südamerikaausgaben super gefallen. Die eindrucksvollen Landschaften mit den Anden und der Atacama sind schon toll, genauso wie die total euphorischen und verrückten Zuschauer. So etwas kann Afrika nicht bieten, genauso wie diese phantastischen Steaks... Aber eigentlich hoffen wir doch schon ein wenig auf eine Rückkehr nach Afrika…. Wir werden natürlich bis dahin auch wieder eine Menge an unseren Fahrzeugen zu schaffen haben und einige Dinge an ihnen verbessern. Und dann haben wir vor, in den verbleibenden Monaten ein komplett neues Fahrzeug zu bauen. Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte...



KS Tools-Team beendet Dakar 2010 auf einem sensationellen 26. Gesamtplatz

17.01.10
Geschafft – auf einem sensationellen 26. Platz beendeten Stephan Schott und Holm Schmidt ihre zweite gemeinsame Dakar

Der zweite Start bei der „Mutter aller Wüstenrallyes“ und auch die zweite Zielankunft – beim KS Tools-Team gibt es wirklich Grund zum Feiern. Nach Platz 77 im Vorjahr kam das Team von Stephan Schott und Holm Schmidt, bei ihrer erst zweiten gemeinsamen Dakar, auf einen sensationellen 26. Gesamtplatz ins Ziel.

206 Kilometer standen nochmals auf dem Programm der letzten Tagesetappe, der 2010er Dakar-Ausgabe. Schnelle und lange Vollgaspassagen wechselten abrupt mit vielen rechtwinkligen Abzweigen und forderten noch einmal vollste Konzentration von allen Teams ab. Aber das Ziel der vielleicht längsten Marathonrallye winkte am Ende des Tages und somit auch der Abschluss der über 9.000 Kilometer langen Jagd quer durch den südamerikanischen Kontinent. Gekrönt wurde diese einzigartige „Reise“ für die reinen Amateure Stephan Schott und Holm Schmidt durch eine weitere eindrucksvolle Tagespaltzierung unter den besten 30 Autos.

„Es war die erwartete ultraschnelle Abschlussprüfung. Die war aber echt ganz locker für uns. Es hat bei weiten nicht so viel gestaubt wie die Tage zuvor und somit war es ein wirklich ganz easy Fahren. Bei unserem Topspeed von bis zu 160 Sachen konnten wir die letzte Etappe schon richtig genießen. Nach den Problemen gestern mit der Intercom-Anlage, die uns bestimmt mehr als 10 Minuten gekostet hatten, gab es heute wirklich überhaupt nichts.“ berichtet ein merklich entspannter und zufriedener Stephan Schott.

Sein Leipziger Beifahrer Holm Schmidt ergänzt noch: „Das mit der Intercom-Anlage gestern war schon ein bisschen blöd, eben da wir auch super über die Dünenpassage gekommen waren. Zum Glück konnte ich es aber auch gleich noch reparieren. Bei den anschließenden schnellen Passagen wollten wir nicht das Risiko eingehen, einfach nur per Handzeichen und auf Sicht die restlichen reichlich 300 km fahren zu müssen. Aber das sind dann immer wieder diese kleinen Aha-Erlebnisse, die eine Rallye bis auf den letzten Kilometer so unberechenbar machen. Aber jetzt sind wir einfach nur happy über unsere zweite Dakar und diese Platzierung.“

Am bisher eindrucksvollen Ergebnis sollte sich auch am Ende der letzten Etappe nichts mehr ändern. Zwar konnte das Team von Stephan Schott noch ein paar Minuten von seinem Rückstand auf den vor ihm platzierten Bowler aufholen, es reichte letztendlich aber nicht mehr zu einer Platzverbesserung. Ihr 25. Platz auf der letzten Prüfung bedeutete aber dann dennoch, dass sie auf der Hälfte aller Einzeletappen unter die besten 30 Autos fuhren – nämlich genau 7 mal!

Somit ist nun die zweite Südamerika-Dakar Geschichte. Trotz eines zahlenmäßig geschrumpften Starterfeldes litt die Qualität der Veranstaltung allem Anschein nach nicht darunter. Auch wenn „nur“ 134 Starter am 1. Januar die Startrampe in Buenos Aires hinabrollten, sieht man schon an der Ausfallquote von weit über 50%, wie anspruchsvoll und selektiv die Streckenauswahl bei der 32. Ausgabe der Dakar war. Gerade einmal 57 Teams erreichte gestern Abend das abschließende Biwak in der argentinischen Hauptstadt. Ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es beim besten Willen keine „Kaffeefahrt“ gewesen sein kann.


KS Tools-Team behauptet auch am vorletzten Tag souverän seinen 26. Gesamtplatz

16.01.10
Sind auch am vorletzten Tag der Dakar voll auf Kurs geblieben: Stephan Schott und Holm Schmidt

Die 13. Etappe versprach noch einmal spannend zu werden, soll es am heutigen letzten Tag doch eigentlich nur noch ums Ankommen gehen. Mit einer wieder famos herausgefahrenen 27. WP-Zeit, konnte das 100%ige Amateurteam aus Leipzig seinen gestern errungenen 26. Gesamtplatz sicher verteidigen.

Es sollte noch einmal alles von den restlichen 59 Teams abverlangt werden – auf den 368 WP-Kilometern der vorletzten Etappe der zweiten Südamerika-Dakar. Von der Papierform her wurde noch einmal alles Aufgefahren was eine Marathonrallye bieten sollte. Mit 50 Kilometer Dünnen gleich zu Beginn der Tagesetappe fing es an, dann ging es sandig weiter um anschließend über schnelle, teilweise auch kurvige und recht steinige Pisten letztendlich auf wahnsinnig schnellen Wegen in der argentinischen Ebene der La Pampa zu enden.

„In den dunklen Dünen habe ich mich wieder richtig wohl gefühlt. Das war einfach wieder unser Ding. Danach lief es erst einmal nicht mehr so rund. Wir mussten einige Autos an uns vorbeilassen. Aber letztendlich haben wir unseren Platz verteidigen können und sind wieder froh, ohne große Probleme das Ziel erreicht zu haben. Jetzt zählt eigentlich nur noch das Ankommen. Ein Ausscheiden so kurz vor dem Ziel und bei so einer Platzierung wäre eine Katastrophe. Deshalb gehen wir jetzt auch kein unnötiges Risiko mehr ein. Letztendlich sind wir hier ja auch nur als die reinen Freizeitsportler unterwegs.“ berichtet ein zufriedener Stephan Schott.

Auch wenn Stephan Schott und Holm Schmidt am vorletzten Tag den vor ihnen platzierten Bowler überholen konnten, blieb es am Ende beim 26. Gesamtplatz. Mit einem weiteren, sehr guten 27. Etappenplatz, konnte der weitaus schnellere Jean de Azevedo aus Brasilien in seinem Pajero auf Distanz gehalten werden. Sollte dem KS Tools-Team heute eine ähnlich gute Fahrt gelingen, könnten sie sogar noch das direkt vor ihnen liegende Bowler-Team von Yves Fromont abfangen (+22:30 min), dem sie heute schon über eine halbe Stunde abnehmen konnten.

Heute nun geht es beim „großen Finale“ der 32. Dakar noch einmal über 206 WP-km wieder zurück nach Buenos Aires. Fahrerisch sollten diese abschließenden Kilometer den verbliebenen 57 eigentlich keine großen Schwierigkeiten bereiten. Die ausgewählte Strecke führt ausschließlich über flache, gut fahrbare und sehr schnelle Rallyepisten. Aber die Nerven der Fahrer und technische Unwägbarkeiten an den Fahrzeugen, könnten auch auf den letzten Kilometern noch für ein paar Überraschungen sorgen.



KS Tools-Team ist nach einer sensationellen Tagesetappe auf Platz 26 vorgefahren

15.01.10
Eine sensationelle Fahrt bringt dem KS Tools-Team den 17. Tagesrang ein

Der längste Tag bei der diesjährigen Dakar verlieh dem sächsisch-hessischen Team förmlich Flügel. Ihre bis dato beste Fahrt brachte ihnen den 17. Tagesrang ein und spülte Stephan Schott und Holm Schmidt bis auf den 26. Gesamtplatz nach vorn.

Der drittletzte Tag der 2010er Dakar-Ausgabe sollte noch einmal ein besonderer Tag werden. Die Streckencharakteristik versprach von allem etwas. Auf der ersten Hälfte Steine, Staub und Geröll auf engen und bergigen Pisten und nach der 130 Kilometer langen Neutralisation noch einmal 140 sandige, holprige aber auch schnelle Kilometer. Auch sollte auf diesem Teilstück das Fahrwerk besonders beansprucht werden, da eine Vielzahl von Jumps, offene wie auch versteckte, auf die Teilnehmer warteten. Dann musste aufgrund der riesigen Zuschauermassen im WP- Ziel kurzfristig dieses um 6 km in die Prüfung hereinverlegt werden, um die Sicherheit der Teilnehmer und der Zuschauer nicht zu gefährden.

All’ dies interessierte aber das KS Tools-Team von Stephan Schott und Holm Schmidt anscheinend recht wenig, denn es sollte ihr Tag werden. Sie nutzen ihre gute Startposition, sie gingen als 27. in die Etappe, an diesem Tag optimal aus. Schon bei den ersten Zwischenzeiten war ein eindeutiger Trend zu erkennen und dieser zeigte in Richtung Top 20. Zwischenzeitlich sogar auf Tagesplatz 15 gelistet,  musste Stephan Schott auf den letzten sandigen Kilometern ein bisschen Tempo rausnehmen. Dies brachte den roten KS Tools-Mitsubishi letztendlich auf Platz 17 der Tageswertung. Diese Platzierung ist für den reinen Hobbyfahrer aus Weilrod, dessen letzte Rallye er vor genau einem Jahr an gleicher Stelle absolvierte, das mit Abstand beste Ergebnis seiner bisherigen „Karriere“.

„Ich bin förmlich sprachlos. Wir merkten zwar schon unterwegs, dass es richtig, wirklich richtig gut bei uns läuft, aber das dann so ein Ergebnis dabei rauskommt, ist für uns selbst kaum zu glauben. Aber es war heute einfach unser Tag. Es passte wirklich alles. Der Pajero lief wie am Schnürchen, die Piste war OK, Holm hat einen wirklich tollen Job gemacht. So macht die Dakar riesigen Spaß. Da kann man mal sehen, was mit so einem Paket doch noch so möglich ist. Also wir sind erst einmal happy.“ berichtet ein euphorischer Stephan Schott.

Der 17. Platz in der Etappenwertung ist mit Abstand das beste Tagesergebnis für den hessischen Unternehmer und seinen Leipziger Beifahrer und bedeutet einen Sprung in der Gesamtwertung auf Platz 26. Mit einem Rückstand von gerade einmal 2:40 Minuten auf den vor ihm positionierten Bowler-Fahrer Philippe Boutron, könnte sogar noch eine Platzverbesserung bis Buenos Aires möglich sein.


Der vorletzte Tag wird besonders zu Beginn der 368 WP-km noch einmal hart für die 59 verbliebenen Teams. Die ersten 50 km bildet das graue Sandmeer von Nihuil mit den letzten Dünen der 2010er Dakar. Anschließend warten schnelle, sandige bis steinige Pisten auf die Teilnehmer. Zielort der 13. Etappe ist nach insgesamt nochmals 725 Kilometern die Provinzhauptstadt Santa Rosa de la Pampa.


KS Tools-Team schafft erneut den Sprung in die Top 30 der Gesamtwertung

14.01.10
Sind wieder unter den ersten dreißig zu finden – auf Platz 29 Gesamt

Der elfte Tagesabschnitt der diesjährigen Dakar war wieder ein sehr guter Tag für Stephan Schott und Holm Schmidt. Nach 220 Wertungsprüfungskilometer konnten Sie als 26. des Tages das Ziel erreichen und rückten somit auf den 29. Platz der Gesamtwertung vor.

Staub, Staub und nochmals Staub kennzeichneten einmal mehr die 11. Etappe der zweiten Dakar-Ausgabe in Südamerika. Auch auf den Pisten in Argentinien, die sehr denen eines normalen Rallyelaufes ähneln, war der stehende Staub eines der größten Probleme. Nur diejenigen die voran fahren konnten, hatten wirklich freie Sicht. Aufgrund der Streckenbeschaffenheit, kurvige, enge und gebirgige Pisten, wurde das Überholen eher zur Glückslotterie. Zum einen kam man schon mal nur sehr schwer an den Vordermann heran – durch den fast undurchdringlichen Staub. Wenn man es dann einmal geschafft hatte aber auch nur ganz schwer vorbei – zu schmale Wege und überall große Steine oder tiefe Gräben bzw. Abhänge neben der Strecke. Von den 60 gestarteten Autos schafften es dennoch 59 ins Ziel nach San Juan, darunter auch das mit der Startnummer 353.

„Diese Etappe verlief richtig gut für uns. Gestern hatte ich noch gesagt, dass wir bis Buenos Aires unbedingt unter die ersten dreißig Starter im Gesamtklassement fahren wollen. Dass es damit dann aber heute schon geklappt hat, hätte ich so jetzt nicht unbedingt gedacht. Eigentlich hatte ich während der Fahrt gar nicht das Gefühl, dass wir so schnell unterwegs waren. Da wir erst recht weit hinten starten konnten, hatten wir viele Fahrzeuge vor uns und die machten eine Menge Staub. Das Überholen war dadurch ungemein schwierig und gefährlich. So konnten wir auf den ersten 50 km bis zum CP1 gerade einmal einen Wagen überholen obwohl wir viel schneller hätten sein können. Aber letztendlich zählt das Ergebnis und das stimmt zur Zeit.“ berichtet ein entspannter Stephan Schott.

Holm Schmidt ergänzt: „Wir sind jeden Tag aufs neue begeistert von der Qualität unseres Pajeros. Wir müssen hier mal ein riesiges Kompliment an unsere Mechanikercrew loswerden. Die Leistung von Philipp Tiefenbach und seinem Team ist einfach Klasse. Sie haben ja nicht nur unseren Wagen jeden Abend auf der Matte stehen sondern auch die anderen zwei und die laufen ja auch wie am Schnürchen. Auch wenn wir versuchen auf den Pisten so wenig wie möglich zu treffen oder kaputtzumachen – was uns auch nicht immer gelungen ist – gibt es jeden Abend noch genug zu tun. Also ganz super die Truppe.“

Mit ihrem gestrigen 26. Tagesplatz, dem nunmehr schon vierten Tagesergebnis in den Top 30, konnte sich das KS Tools-Team auf den 29. Platz im Gesamtklassement verbessern. Mit knapp 27 Minuten Rückstand auf den 28. Gesamtrang, ist auch eine weitere Verbesserung für den roten Pajero noch im Bereich des Möglichen.

Der drittletzte Tag der Dakar 2010 bringt auf dem Weg nach San Rafael noch einmal eine Mammut-Etappe mit sich. Knapp 800 Kilometer – 796 km genau und damit die meisten am Stück der gesamten Veranstaltung – warten auf die verbliebenen 59 Autos und die 476 WP-Kilometer versprechen wieder viel Staub und Sand. Auch wenn diese durch eine 130 km lange Neutralisation auf Asphalt unterbrochen wird, verlangt diese Prüfung noch einmal alles von den Teams.



Das KS Tools-Team kann auch auf der gestrigen Etappe seine Position behaupten

13.01.10
Ist immer noch gut dabei – der rote KS Tools Pajero

Wieder zurück aus der Wüste, warteten sandige bis steinige Pisten auf das KS Tools-Team von Stephan Schott und Holm Schmidt. Mit ihrem 34. Tagesrang konnten sie trotz kleinerer Probleme ihren 31. Platz in der Gesamtwertung halten.

So ist eben die Dakar: gerade noch im Dünenmeer der Atacama-Wüste unterwegs, zieht der Tross auf steinigen Pisten durch das chilenische Hinterland. Ausgehend von La Serena, der zweitältesten Stadt Chiles, führte die 10. Tagesetappe westlich des Nationalparks Las Chinchillas auf sehr kurvigen Strecken durch mittelgebirgsähnliche Landschaften. Sand und Staub waren wieder prägend und bereiteten auch den ein oder anderen Starter Probleme bei der Navigation. Unzählige Abzweige machten die Arbeit des Co-Piloten noch schwieriger und so ist es auch kein Wunder, dass einige Teams zwischenzeitlich auf falschen Pfaden unterwegs waren.

So erwischte auch Holm Schmidt kurz nach beginn der Etappe, der sich von einem nicht hundertprozentig exakten Bordbuch in Irre führen ließ, einen falschen Abzweig und somit kamen reichlich 5 Mehrkilometer auf das Konto des KS Tools-Teams. „So etwas kann schnell einmal bei diesen verwinkelten Wegen passieren. Zumal in dieser Landschaft es teilweise sehr wenig markante Punkte gibt, an denen man sich orientieren kann. Die paar Kilometer sind auch nicht das Problem. Nur muss man dabei beachten, dass man zum einen, wenn man den Fehler dann bemerkt hat, man nicht gleich überall wenden kann und zum anderen kann man die Pisten nicht mit 150 Sachen zurückfahren und die Sache ist in 2 Minuten erledigt. Das dauert schon ein bisschen länger.“ kommentiert Stephan Schott diese kleine „Einlage“.


„Aber im großen und ganzen sind wir mit dieser Etappe wirklich zufrieden. Die Dünen liegen mir zwar mehr aber auch diese Pisten gehören zur Dakar. Da kann es auch mal passieren, dass man im Notausgang in einen Graben rutscht. Das passierte uns anschließend noch einmal gegen Mitte der Prüfung. Aber da konnten wir uns auch wieder schnell und sogar selbst befreien und nichts war passiert. Auch das Auto hat keinerlei Beschädigungen abbekommen.“ ergänzt der hessische Unternehmer.

Mit dem 34. Tagesplatz konnte zumindest der 31. Platz im Gesamtklassement vom Vortag erfolgreich verteidigt werden. Auch wenn der Abstand zum Vordermann auf 33 Minuten wuchs und der Hintermann von Stephan Schott und Holm Schmidt nun auf 22 Minuten herankam, ist diese Platzierung ein toller Erfolg bei noch 60 verbliebenen Teams.

Heute geht es für den Pajero mit der Nummer 353 zurück nach Argentinien. Dies bedeutet für das Team die Überquerung der Anden auf der einführenden Verbindungsetappe, bis es dann anschließend auf argentinischen Boden eine 220 km lange Prüfung zu bewältigen gibt. Schwierigster Teil dieser Prüfung wird eine 20 km lange Abfahrt sein, auf der die Teilnehmer über 1.000 Höhenmeter am Stück „herunterklettern“ müssen.



Auf der 9. Etappe wiederholt das KS Tools-Team mit Platz 25 ihr bisher bestes Tagesergebnis

12.01.10
In den Dünen der Atacama-Wüste fühlt sich Stephan Schott sichtlich wohl

Der letzte Tag in den Sanddünen der Atacama-Wüste im Norden Chiles, sollte wieder ein guter Tag für Stephan Schott und Holm Schmidt werden. Mit dem Erreichen des 25. Platzes in der Tageswertung, konnte sich das sächsisch-hessische Team auf Gesamtrang 31 verbessern.

Es war der letzte Tag in der trockensten Wüste der Welt und er sollte aus Veranstaltersicht noch einmal zu einem Scharfrichter werden. Aber meistens kommt es anders wie gedacht und so mussten auch die Organisatoren von ihrem Vorhaben abweichen und die Prüfung im Vorfeld quasi halbieren. Grund dafür waren die vielen Nebelbänke in der zu befahrenen Wüste, die schon in den Tagen zuvor noch recht lang über der geplanten Strecke hingen und einen Start der Begleithubschrauber unmöglich machten. Nachdem nun der Start um fast vier Stunden auf Mittag verschoben wurde, nahmen die noch verbliebenen 68 Autos die 178 Kilometer Dünensand unter die Räder.

Und es sollte wieder ein richtig guter Tag für das KS Tools-Team werden. „Das war endlich mal eine Etappe nach meinem Geschmack. Ich fühle mich eh in den Sanddünen am wohlsten und wenn dann eine ganze Prüfung in den Dünen gefahren wird, ist es für mich um so besser. Ich hatte mich seit dem Ruhetag schon darauf gefreut und das Ergebnis zeigt ja auch, dass ich nicht so falsch lag. Wir hatten uns auch nicht wirklich über die Verkürzung geärgert. Die Erfahrungen der letzten Tage mit den gefahrenen Schotter- und Geröllpassagen sagten uns – OK, lasst mal gut sein. So war es dann wirklich eine ganz tolle Etappe für uns und so könnte es auch für mich bis nach Buenos Aires weitergehen.“ erklärt eine zufriedener Stephan Schott.

Mit seinem zweiten 25. Tagesplatz bei der diesjährigen und seiner zweiten Dakar überhaupt, konnte sich der hessische Unternehmer mit seinem Leipziger KFZ-Meister an seiner Seite, um einen weiteren Platz im Gesamtklassement verbessern. Mit gerade einmal 1:13 Minuten Rückstand zum Vordermann, belegt das Team nun den 31. Platz in der PKW-Wertung.

Heute geht es nach Santiago. 586 Kilometer müssen die nun noch verbliebenen 64 Autos auf ihrem Weg in die chilenische Hauptstadt zurücklegen. Davon entfallen knapp die Hälfte, 238 km, auf die heutige Sonderprüfung. Diese ist in erster Linie durch eine technisch anspruchsvolle, kurvenreiche und hügelige Streckenführung gekennzeichnet. Es schlängeln sich unzählige Serpentinen durch ein landschaftlich wunderschönes Mittelgebirge, bei dem die Starter vor allem auf die Vegetation und insbesondere die zahlreichen Kakteen achten müssen.



Stephan Schott wieder auf dem Weg nach vorn

11.01.10
Das KS Tools-Team hat sich auf der 8. Etappe wieder um einen Platz nach vorn gearbeitet

Nach dem verdienten und entsprechend genutzten Ruhetag in Antofagasta standen wieder brutale und anstrengende 472 Wertungskilometer auf dem Programm, die das KS Tools-Team mit Bravour meisterte und sie letztendlich auf Gesamtplatz 32 brachte.

Es war wieder einer dieser besonderen Dakartage. Die Strecke der achten Etappe brachte vor allem eins mit: Steine, Steine und wieder nur Steine. Dies hatte wiederum zur Folge, dass es massenhaft  Reifenschäden zu beklagen gab und das ohne Rücksicht auf die „Person“. Die Spitzenteams wie auch die kleinsten Privatiers kämpften an diesem Sonntag mit den steinigen Tücken der Piste. Die wenigen sandigen Abschnitte besonders zum Ende der Prüfung, stellten die verbliebenen Teams eher nicht vor größere Probleme. Dennoch sind wieder einige Fahrzeuge auf der Strecke geblieben.

„So viele Steine am Stück habe ich zuvor noch nie gesehen. Es waren wirklich nur Steine, kilometerweit. Man konnte auch nicht einfach um die Größeren herumfahren. Es gab nur große Steine. Überall. Soweit wir sehen konnten. Überall standen auch die Autos und wechselten Räder. Und wer nur einen oder zwei Reifenschäden zu verzeichnen hatte war schon gut dran. Meistens war auch gleich die Felge gebrochen oder sogar die Aufhängung.“ kommentiert Stephan Schott diese Etappe. „Uns hatte es gleich am Anfang nach knapp 8 Kilometern erwischt. Kurz hintereinander hatten auch wir uns zwei kaputte Reifen samt gebrochener Felgen und hinterer Sturzstrebe eingehandelt. Im tiefen feinen Sand gab es für uns unsichtbar, unzählige große Steine und davon haben wir unglücklicherweise welche getroffen. Da haben wir dann gleich auf unseren T4 Truck gewartet und uns neue Räder aufgeladen und die Sturzstrebe repariert. Danach konnten wir wieder ordentlich weiter fahren und hatten keine größeren Probleme mehr, wenn man mal von der leicht schwammigen Lenkung und einer recht trägen Bremse absieht. Wir wollten auf keinen Fall wieder so einen Tag wie direkt vor dem Ruhetag erleben. Aber es ging zum Glück alles gut und wir konnten noch etwas Zeit aufholen  Die Dünen zum Schluss waren dann wieder die pure Erholung für uns.“ ergänzt der KS Tools-Geschäftsführer sichtlich erleichtert.

Letztendlich kam der knallrote Mitsubishi mit der Startnummer 353 als 37. der Etappe ins Ziel in Copiapó. Dennoch brachte dieses Tagesergebnis, das KS Tools-Team in der Gesamtwertung, einen Platz nach vorn. So rangiert das Team von Stephan Schott und Holm Schmidt nach dem achten Tag auf einem hervorragenden Platz 32.

Die heutige neunte Etappe beschert den Teilnehmern quasi noch einen halben Ruhetag mehr, da der Start auf den Mittag, um fast vier Stunden nach hinten verlegt wurde. Grund dafür ist das Wetter. Probleme mit dem morgendlichen Nebel zwingt die Organisation dazu, die notwendigen Begleithubschrauber erst später starten zu lassen, um die Sicherheit der Teilnehmer auch garantieren zu können. So verkürzt sich die Prüfung nach La Serena auf „nur“ noch 170 Kilometer. Diese werden aber ausschließlich im feinen Sand und Dünenmeer der Atacama-Wüste absolviert.



2drive-Team mit allen drei Fahrzeugen zur Halbzeit der Dakar 2010 noch bestens aufgestellt

10.01.10
Das 2drive ADVENTURE Team ist zur Halbzeit noch komplett

Sieben Tage mit insgesamt 2.370 WP-Kilometern liegen bisher hinter den Teilnehmern der 31. Ausgabe der Dakar 2010. Und unter den verbliebenen Teams sind auch noch alle drei vom Leipziger 2drive-Team eingesetzten und betreuten Fahrzeuge!

Am 1. Januar startete wie gewohnt die Dakar-Karawane in Richtung Südamerikadurchquerung. Mit am Start in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, waren auch drei Fahrzeuge aus dem im Leipziger Süden beheimateten Team 2drive ADVENTURE von Tino Schmidt. Dabei handelt es sich um zwei Mitsubishi Pajero und ein MAN T4 Racetruck. Um gut gewappnet zu sein, verstärkte sich das Team im Vorfeld personell an allen Fronten. Und dies hat sich bisher komplett ausgezahlt!

„Auf den ersten sechs Etappen hatten wir bei allen drei Wagen keinerlei technische Probleme. Außer drei gewechselte Querlenker am Mitsubishi von Stephan Schott gab es wirklich keine außerplanmäßige Reparatur. Das habe ich bei meinen vielen Dakareinsätzen in den vergangen Jahren so noch nicht erlebt.“ berichtet ein merklich entspannter Teamchef Tino Schmidt. „Die Autos sind allesamt super vorbereitet gewesen und so laufen sie auch von Tag zu Tag – einfach perfekt. Ich zieh echt den Hut vor den Mechanikern und meinem neuen Teammanager Sujit Das. Die machen durch die Bank weg einen super Job. Da sieht man auch die Qualität der alten Ralliart-Truppe von denen wir ja nun auch ein ganz paar Jungs dabei haben. Die kennen sich halt perfekt mit den Wagen aus und wissen was zu tun ist.“

Der siebente Tagesabschnitt brachte zwar eine Menge Arbeit mit sich, aber dazu sagt Chefmechaniker Philip Tiefenbach in seinem typischen bayerischen Dialekt: „Das, was wir an Arbeit in den ersten sechs Tagen uns gespart haben, kommt halt nun am Ruhetag auf einmal auf uns zu. Das sind wir aber gewöhnt und hatten eh einen großen Service geplant. Ist nix besonderes für meine Truppe. Is’ so halt Dakar-Alltag.“ Der 33. Gesamtrang von Stephan Schott und Holm Schmidt in der PKW-Wertung zur Halbzeit der Dakar, bei noch 70 verbliebenen Teams, zeigt eindrucksvoll das Potential des gesamten Teams.

Besonders überrascht hat alle im Team der Pole Robert Szustkowski mit Jaroslaw Kazberuk an seiner Seite. Jaroslaw Kazberuk hat ja zumindest schon einmal eine Dakar-Ankunft 2007 auf seinem Konto stehen, aber sein heutiger Fahrer Robert Szustkowski ist absoluter Rallye-Neuling. Einzig ein Einsatz bei der Amateurveranstaltung Transsiberia steht bis dato in seiner Rallye-Vita zu Buche. Und das dieser Rookie bei dieser überaus schweren Dakar zur Halbzeit auf Gesamtrang 43 steht, ringt allen Beteiligten im Team ihren vollen Respekt ab. Das sein Auto noch ohne Kratzer, Delle oder Beule jeden Tag aufs neue das Ziel erreicht hat, ist für die erfahrenen Dakar-Profis kaum zu glauben.

Der MAN T4 Racetruck, der zwar erst am Samstagmorgen gegen 8:21 Uhr, aufgrund eines Kupplungswechsel in den Dünen nach nur 27 Kilometern der siebten Etappe, das Biwak in Antofagasta erreicht hatte, ist auch noch als 28. von 36 Trucks dabei. Grzegorz Baran, als Fahrer dieses Racetrucks engagiert, konnte hierbei seine ganze Erfahrung aus seinen fünf bisherigen Dakareinsätzen zum Einsatz bringen. Morgen wird auch er weiterhin von der Partie sein, wenn sich der verbliebene Tross auf den Rückweg nach Buenos Aires macht, wo am kommenden Samstag die 31. Ausgabe der Dakar ihr Ziel erreichen wird. Hoffentlich auch wieder mit alle drei 2drive Teams in Wertung!



KS Tools-Team wieder in Antofagasta und auch wieder auf Platz 33 angekommen

09.01.10
Kleiner Rückschlag für den roten KS Tools Mitsubishi auf der siebten Etappe

Nach dem es sechs Tage am Stück für Stephan Schott und Holm Schmidt nur eine Richtung in der Gesamtwertung ihrer zweiten gemeinsamen Dakar gab – nämlich nach vorn, mussten sie Gestern erstmals einen kleinen Dämpfer einstecken und liegen am Ruhetag wieder auf Gesamtplatz 33.

So schnell kann es gehen. Gestern noch in den Top 30 nach dem besten Tagesergebnis bei der Mutter aller Wüstenrallies und 24 Stunden später schon mitten in der „Tour der Leiden“. Die längste Tagesetappe sollte auch Stephan Schotts und Holm Schmidts Nerven und körperliche Substanz mehr als gewünscht beanspruchen. Von den Strapazen des Tages gezeichnet, erreichte erst kurz nach Mitternacht der rote KS Tools Mitsubishi das Biwak in Antofagasta an der chilenischen Pazifikküste.

Die brutalen Strecken an Tag sieben strapazierten das Fahrwerk und vor allem die Reifen über alle Maße. Insgesamt drei kaputte Reifen samt einer zerbrochenen Felge an einem Tag ließ das Team schon eine ganze Menge Zeit durch die notwendigen Wechsel verlieren. Bei drei mitgeführten Ersatzreifen ist es aber ja noch nicht so dramatisch. Damit aber noch nicht genug. Anschließend kämpfte Stephan Schott und Holm Schmidt noch bis ins Ziel mit einem schleichenden Plattfuß.

„Da jetzt aber alle drei Ersatzreifen schon verbaut waren, hieß es nun für die letzten knapp 3 Stunden alle 30 Minuten anhalten, abschnallen, raus aus dem Auto, luftaufpumpen, rein in das Auto, anschnallen und weiterfahren – und das dann auch noch mitten in der Nacht! Dann sagte mir plötzlich Stephan, dass er keine Bremse mehr hat. Also bin ich raus und habe dann die Bremsen hinten stillgelegt, so dass wir nur noch mit den vorderen Bremsen fahren konnten. In der Nacht und bei diesen Pisten einfach die Hölle. Das war aber noch nicht alles. Dann war auf der Etappe der eingebaute Wagenheber kaputt gegangen und wir mussten zum Radwechsel Steine unterbauen und dann noch den Sand unter dem Rad wegschaufeln um das Rad überhaupt ab zu bekommen. Also dieser Tag war echt der Hammer. Immer nur arbeiten, arbeiten, arbeiten.“ berichtet Holm Schmidt.

Letztendlich erreichte das KS Tools-Team, nach ihren härtesten 600 Km dieser Dakar und knapp 14 Stunden Fahrzeit durch die chilenische Einöde, als 51. das Etappenziel in Antofagasta. Dies bedeutet für die Gesamtwertung, dass sie wieder auf dem 33. Platz gelandet sind, den sie schon nach der fünften Etappe, mit Zielort Antofagasta belegt hatten. Bei einer Ausfallquote von über 50 Prozent und noch 63 Teams, die bis jetzt das Biwak erreicht haben, bedeutet diese Platzierung für das rein privat eingesetzte Team eine tolle Leistung.

Heute nun ist der langersehnte Ruhetag – zumindest für die Fahrer. Für die Techniker bedeutet dies quasi den Neuaufbau des Mitsubishi mit der Nummer 353, bevor sich dieser am morgigen Sonntag auf die 472 WP-Kilometer zurück nach Copiapó machen kann.



Das KS Tools-Team wird immer besser und rückt in die Top 30 auf

08.01.10
Der rote Mitsubishi machte auch im Gesamtklassement einen weiteren Sprung nach vorn

Die guten Nachrichten aus Chile nehmen kein Ende. Ganz im Gegenteil sogar – Stephan Schott und Holm Schmidt legen von Tag zu Tag nach und konnten wieder neue persönliche Dakar-Bestmarken setzen. Mit Platz 25 in der Tageswertung rangiert das Team aus Leipzig nun auf Gesamtplatz 27!

Nach dem das sächsisch-hessische Team von Stephan Schott und Holm Schmidt auf der fünften Tagesetappe mit Tagesrang 27 eine bisher einmalige Platzierung erreicht hatte, war die Freude im Team im abendlichen Biwak schon bestens. Gestern aber nun konnte das Team mit dem roten KS Tools-Renner noch eine Schippe drauflegen. Die 418 Km langen Prüfung nach Iquique war fast eine Kopie des Vortages, nur dass die bessere Startposition am Morgen auch eine noch bessere Platzierung am Abend mit sich brachte.

„Die heutige Etappe ähnelte sehr stark der Prüfung von gestern. Aber besonders im ersten Drittel der Prüfung hatten wir noch mit sehr viel Staub zu kämpfen. Aber unsere frühe Startposition hat uns da schon etwas geholfen. Die hinter uns hatten es noch schlechter erwischt, dort, wo wir sonst immer auch waren.“ erzählt ein sehr zufriedener Stephan Schott. „Das Fahren selbst hat wieder richtig Spaß gemacht. Aber das ist halt immer so wenn es gut läuft und am Ende auch noch die Zeiten passen, so wie bei uns gerade.“ „Momentan genießen wir unsere zweite gemeinsame Dakar in vollen Zügen. Wir sind erfahren genug um zu wissen, dass es morgen schon wieder ganz anders aussehen kann. Also, so lange es so perfekt bei uns funktioniert, der Wagen so super läuft haben wir einfach nur riesigen Spass und freuen uns auf den nächsten Tag.“ ergänzt eine schon fast entspannt wirkender Holm Schmidt.

Und das es gut läuft und die Zeiten mehr als nur passen, zeigte ein weiteres mal die Platzierung am Ende des sechsten Tages: Tagesrang 25 und dies auch noch mit fast 20 Minuten Vorsprung auf den 26. des Tages. In der Gesamtwertung folgte ein weiterer Sprung um ganze sechs Plätze und führte das KS Tools-Team in die Top 30, auf Platz 27!

Heute nun geht es wieder zurück nach Antofagasta. Am Ende der längsten Prüfung der diesjährigen Dakar mit genau 600 Km, wartet dann der langersehnte Ruhetag. Aber bis dahin ist es noch ein langer Weg und es wird von den verbliebenen 78 Teilnehmern noch einmal alles abverlangt. Es steht nicht nur die längste, sondern auch die abwechslungsreichste Prüfung auf dem Programm mit Dünen, Geröll, Staub, einer 3 Km langen Durchquerung einer Salztonebene und sogar einer Umfahrung eines Naturschutzgebietes samt 50 Km langen Neutralisierung der Etappe.



Stephan Schott und Holm Schmidt sind bei ihrer zweiten gemeinsamen Dakar nicht zu stoppen

07.01.10
Auch am fünften Tag geht es weiter vorwärts


Nach den guten Ergebnissen der ersten Tage, setzte das Team des KS Tools-Geschäftsführers Stephan Schott, auf dem fünften Tagesabschnitt eine neue persönliche Dakar-Bestmarke: Platz 27. in  der Tageswertung und damit Sprung auf den 33. Gesamtplatz!

Die erste komplette Durchquerung des Südamerikanischen Kontinents von Ost nach West ist nun für die verbliebenen 82 Teams perfekt. Die bis dahin mit Abstand längste Etappe der diesjährigen Dakar führte die Teilnehmer an die chilenische Pazifikküste. Bis sie diese aber am Abend des fünften Tages bei Antofagasta erreichen konnten, standen noch 483 WP-Kilometer auf dem Tagesplan. Und die hatten es in sich. Von schnellen, kurvigen Pisten über Geröllpassagen bis hin zu sandigen Abschnitten hatte diese Prüfung alles zu bieten. Nach diesen 483 Prüfungskilometern konnte Stephan Schott erstmals eine Dakar-Etappe in den Top 30 beenden und wurde als 27. im Tagesziel empfangen. Diese Tagesplatzierung brachte ihn in der Gesamtwertung um weitere fünf Plätze nach vorn und somit übernachtete das hessisch-sächsische Team auf dem 33.Gesamtrang.

„Das war heute eine echte Dakar-Etappe. Lang, schnell, heiß! Da hat das Fahren richtig Spaß gemacht, zumal wir heute auch keinerlei Probleme hatten. Ganz großes Lob gebührt dabei meinem Co. Holm. Der hat heute wirklich einen Superjob gemacht. Und dann muss ich auch mal meiner Technikcrew ganz groß danken. Bis zum heutigen Abend lief das Auto wirklich perfekt. Wir hatten bis jetzt überhaupt keine Probleme. Phantastisch!“ sagt ein sichtlich begeisterter Stephan Schott.

Holm Schmidt ergänzt: „Bei den vielen, erst in letzter Minute auftauchenden Abrisskanten im Gelände ist die Navigation nicht so einfach. Aber das ist genau das, was den Reiz der Dakar und seiner Pisten ausmacht. Dann war es auch wieder verdammt heiß und der Wechsel der Oberflächen auf der heutigen Etappe machte die Sache nicht einfacher. Aber wir sind jetzt richtig happy. Nach so einem Tag, diesem Ergebnis und dann noch der 33. Gesamtrang – Wahnsinn!“

Heute nun stehen weitere 418 WP-Kilometer auf dem Tagesprogramm und diese führt den Tross weiter in den chilenischen Norden nach Iquique. Die Streckencharakteristik entspricht in etwa wieder der des Vortages mit Geröllpfaden, schnellen Offroad-Pisten und einer 50 Kilometer langen Dünenpassage. Eine spektakuläre Gebirgsabfahrt von etwa drei Kilometer Länge wird den Teilnehmern zum Abschluss der Etappe noch einmal tolle Aussichten bieten aber auch all ihr Fahrkönnen abverlangen.



Stephan Schott weiter auf dem Vormarsch in die Top 40

05.01.10
Für Stephan Schott war es heute wieder ein richtig guter Tag

Die beherzte Fahrweise von Stephan Schott und Holm Schmidt bringt das KS Tools Team immer weiter nach vorn. Am Ende der vierten Etappe rangieren die beiden nun schon auf dem 38. Gesamtrang und sind weiterhin bestes deutsches Team der Dakar 2010.

„Wir waren heute richtig gut unterwegs“ so der erste Kommentar von Stephan Schott im Ziel der heutigen Etappe. Als 40. in der Tageswertung konnte sich der hessische Unternehmer mit seinem sächsischen Co-Piloten auf Gesamtrang 38 vorarbeiten. „Die Etappe war wirklich super zu fahren. Leider haben wir uns einmal richtig tief eingegraben und mussten ordentlich Schaufeln. Dabei haben wir bestimmt 30 Minuten im Sand verbracht. Wäre mir dieser blöde Fahrfehler nicht unterlaufen, wären wir heute sogar in die Top 30 gekommen.“ fügte Stephan Schott noch hinzu. Ein weiterer Reifenschaden kostete weitere Minuten aber dennoch ist man im Lager des KS Tools-Team mehr als zufrieden.

Ganz anders verhielt es sich noch am gestrigen Tag. Der große Zeitverlust zu Beginn der Etappe rührte daher, dass im ersten Anlauf ein W-Point nicht gefunden wurde. Dieses Problem hatten aber auch viele andere Teilnehmer mit Stephan Schott und Holm Schmidt gemeinsam. Durch den vielen aufgewirbelten Staub und Sand war die Navigation besonders schwierig. So musste das Team ein ganzes Stück wieder zurück fahren um den verpassten W-Point erneut anzufahren. Das Nichtanfahren dieses Kontrollpunktes hätte eine noch viel höhere Zeitstrafe zur Folge, daher entschied man sich für das kleiner der beiden Übel. Noch einmal Stephan Schott zum gestrigen Tag: „Wir hatten echt große Probleme den richtigen Abstieg in ein Flusstal zu finden. Als dass dann aber geschafft war, hörte es mit den Problemen ja noch nicht auf. Gestern war es so heiß, dass wir dann auch noch extreme Temperaturprobleme mit unserem Mitsubishi bekamen. So mussten wir mehrmals anhalten und den Motor in den Wind stellen, um ihn nicht zu überhitzen. Das war echt hart. Um so mehr freut es uns nun, dass es heute so super lief. Da ist die Sache mit dem Einsanden zwar ärgerlich aber nur noch halb so wild.“



KS Tools-Team ist nach drei Etappen bestes deutsches Team

05.01.10
Auch die schwierige dritte Etappe hat Stephan Schott und Holm Schmidt gut gemeistert

Auch wenn es die erwartet schwere Etappe war, konnte Stephan Schott mit Holm Schmidt nach anfänglichen Schwierigkeiten sich wieder weiter nach vorn arbeiten. Im Biwak nach der dritten Tagesetappe sind sie nun das beste deutsche Gespann auf Gesamtplatz 50.

Viele hatten es im Vorfeld schon vorhergesagt und genau so ist es dann auch eingetroffen: sie war zwar die kürzeste aller diesjährigen Dakar-Etappen, aber dennoch sollte sie für viele zum Scharfrichter schlecht hin werden. Auch für das Team aus dem Leipziger Süden, rund um den neuen aus Barcelona stammenden Teammanager Sujit Das, lief es auf den ersten Kilometern der Etappe nicht ganz nach Plan. Bis zum ersten Kontrollpunkt bei Kilometer 74 verlor der rote Renner schon über drei Stunden auf den schnellsten PKW.

Das war aber noch lange kein Grund zur Resignation. Nachdem Stephan Schott seinen Rhythmus wieder gefunden hatte ging es wieder bedeutend schneller zur Sache. Bis zum Kontrollpunkt No. 2 wuchs der Rückstand nur um weiter 90 Minuten an, obwohl dieser weitere 86 Kilometer entfernt war. Auf vergleichbarer Strecke konnte der Zeitverlust also halbiert werden. Und auf den letzten 22 Kilometern der harten Prüfung kamen gerade einmal 20 Minuten dazu, also keine Minute Zeitverlust pro Kilometer im Vergleich zum schnellsten Profi dieser Etappe.

Am Ende des Tages wurde dann der rote Mitsubishi mit der Startnummer 353 als 51., von überhaupt nur 90 das Ziel in Fiambala erreichenden Teams, empfangen. Bei 127 gestarteten Autos bedeutet dies eine recht hohe Ausfallquote und spülte Stephan Schott mit Holm Schmidt auf den 50. Gesamtrang nach vorn.

Den heutigen vierten Tag werden nun noch 103 PKW’s in Angriff nehmen und für diese Teams stehen insgesamt 629 Kilometer auf dem Programm. Dabei müssen die verbliebenen Teilnehmer die Andenkette und die Grenze zu Chile nach Copiaco, in mehr als 4000 Metern Höhe überwinden. Anschließend geht es für alle, das erste Mal in diesem Jahr, für 160 Km (die Etappe wurde gestern Abend um 40 km gekürzt) in die Ausläufer der Atacama-Wüste. Der erste Abschnitt ist geprägt von technischen und schnellen Passagen, ehe auf dem Schlussstück mehr als 100 Km Sand und Dünen anstehen. Hier kann man nun ein allerletztes Mal letzte Feinanpassungen für den Sand vornehmen, bevor es dann so richtig sandig und trocken wird.



Das KS Tools-Team macht am zweiten Tag enorm viel Boden gut

04.01.10
Es geht in der Ergebnislsite wieder nach vorn

Nach der großen Enttäuschung auf der ersten Etappe, konnte das Team um Stephan Schott am gestrigen zweiten Tag das wahre Potential des Wagens samt Mannschaft andeuten und kämpfte sich in der Gesamtwertung um genau 20 Plätze nach vorn.

Die zweite Prüfung, über ganze 355 Kilometer, war wieder geprägt von sehr schnellen Passagen gepaart mit engen Kurven und einer sehr anspruchsvollen Abfahrt auf halber Strecke. Das Wetter spielte leider auch nicht so richtig mit, so dass aufgrund von Nebel und Regen der Start für die Autos um 30 Minuten nach hinten verschoben wurde. Eben durch diesen Regen waren die Pistenverhältnisse im Anschluss auch noch äußerst rutschig was auch etliche Teilnehmer, sogar aus der Spitzengruppe, schmerzlich zu spüren bekamen.

„Der Regen und dann der Matsch dadurch auf der Strecke zum Beginn der Prüfung war schon echt haarig. Teilweise war es wirklich extrem rutschig und wir mussten voll konzentriert Fahren um auf der Strecke zu bleiben. Also diese Etappe hatte es wirklich in sich.“ so ein erstes Fazit von Stephan Schott. Dennoch konnte sich der hessische Unternehmer von Anfang an gut in Szene setzen und sich unaufhörlich nach vorn arbeiten. Als 83. in die Prüfung gestartet, erreichte der rote KS Tools-Pajero den CP1 nach 233 Kilometern schon als 62. Bis hin zum Ziel konnte sich Stephan Schott mit Holm Schmidt noch bis auf den 57. Tagesrang vorarbeiten. Noch einmal Stephan Schott: „Ich bin mit unserem heutigen Tagesergebnis schon ganz zufrieden. Aber eigentlich hätten wir noch ein bisschen weiter nach vorn fahren können. Wir hatten nämlich einmal ein kleines Problem an der Hinterachse. Das hat uns schon ein wenig Zeit gekostet. Wir mussten anhalten aber konnten es gemeinsam mit unseren vorhandenen Bordmitteln dennoch recht schnell lösen. Ich glaube ohne diesen Problem wäre schon noch eine etwas bessere Platzierung drin gewesen. Und wenn man dann noch die gestrigen 20 Minuten abzieht… Aber so ist nun mal die Dakar."

Auf der 441 Kilometer langen, heutigen dritten Tagesetappe nach Fiambalá, der vorerst letzten Station in Argentinien, geht es für alle Teilnehmer auch wieder auf über 2.000 Meter und das erste Mal in die Dünen. Auch wenn es zum Auftakt nur knapp 30 Kilometer sein werden, kann es auf der heutigen 182 Kilometer langen Prüfung, schon zu starken Verschiebungen im Klassement kommen. Außerdem müssen ab heute auch wieder die Motorräder mit den Autos gemeinsam eine und die selbe Strecke nutzen.


Guter Einstand für das KS Tools-Team auf der ersten Dakar-Etappe

03.01.10
Dieses Jahr bei der Dakar ganz in rot unterwegs: Stephan Schott und Holm Schmidt

Die ersten knapp 200 Wertungskilometer sind absolviert und Stephan Schott mit Holm Schmidt haben aufgrund einer Zeitstrafe leider nur als 81. das Tagesziel in der Provinzhauptstadt Córdoba erreicht.

Mit knapp einer Stunde Rückstand zum Etappensieger kam das erfahrene KS Tools-Team am gestrigen späten Nachmittag (Ortszeit) im zweite Biwak an. Das bedeutete letztendlich den 81. Platz in der Eröffnungsprüfung der Dakar 2010. Dabei musste der Auftakt zur diesjährigen Dakar kurzfristig auf 199 Kilometer verkürzt werden, da die starken Regenfälle der Vortage, die ersten 20 Kilometer der Prüfung schier unfahrbar machten, so dass schon der Vortrupp des Veranstalters am Vortag ständig im tiefen Schlamm steckenblieb. Als 54. am Morgen gestartet, konnte Stephan Schott auf der ersten Prüfung schon einiges an Boden gut machen und mehrere Teilnehmer vor sich überholen. Das Ziel der Prüfung erreichte der knallrote KS Tools-Pajero mit knapp 30 Minuten Rückstand auf als 44. in der Gesamtwertung. Aber leider blieb es nicht bei dieser Platzierung.

„Es war eine wirklich tolle Prüfung zum Einstand. Es lief alles auch echt super bei uns.“ so ein leicht erregter Stephan Schott im Ziel der Prüfung. Und weiter: „Aber dann haben wir eine 50er Speedzone völlig übersehen und sind da mit knapp 100 Sachen durchgefahren. Das war ein saublöder Fehler von uns. Dafür haben wir dann 20 Strafminuten nachträglich aufgebrummt bekommen und mussten 300 Euro zahlen. Die 300 Euro sind da eigentlich nicht das Thema. Was wirklich weh tut, nach so einer tollen Prüfung, sind dann doch die Strafminuten.“ Sein sächsischer Beifahrer Holm Schmidt ergänzt zur Strecke noch: „Die Prüfung war echt super für uns. Das Auto lief absolut problemlos und bei der Navigation hatte ich auch keine Probleme. Von der Landschaft her gab es faszinierende Aussichten, geile Flussdurchfahrten und tolle Bergpassagen.“

Am heutigen Sonntag nun steht eine weitere Prüfung mit Rallyecharakter auf dem Programm. Auch heute fahren die Motorräder und Quads eine getrennte Route. Auf dem Weg von Córdoba nach La Rioja müssen die Autos und Trucks 355 Kilometer in der Wertungsprüfung absolvieren und dabei bis auf 2.000 Meter Höhe aufsteigen, auf den Höhenkamm der nördlichen Ausläufern der Sierras de Córdoba. Anschließend folgt vielleicht die schwierigste Passage der Prüfung, wenn eine lange Bergabstrecke von Fahrern und Bremsen enorm viel abverlangen wird. Insgesamt dürfte es sich wieder um eine sehr schnelle Prüfung handeln.


Begeisterter Start für das KS Tools-Team in Buenos Aires zur zweiten Südamerika-Dakar

02.01.10
Der neuaufgebaute Pajero von Stephan Schott und Holm Schmidt

Die Startflagge hat sich gesenkt und die ersten Kilometer sind absolviert – die 32. Ausgabe der Mutter aller Wüstenrallies hat auch für das sächsisch-hessische Team Rallye Raid Team nun endlich begonnen.

Wie jedes Jahr bestand der Auftakt zur Dakar aus einem beeindruckenden Showstart. Über 300.000 Zuschauer feierten am gestrigen Nachmittag (Ortszeit) alle 362 Teilnehmer in der Hauptstadt Argentiniens. Auch auf jeden Kilometer der folgenden 317 Kilometer in Richtung erstes Biwak kannte die Begeisterung der Argentinier keine Grenzen. Die Überführungsetappe in die westlich gelegene Provinzstadt Colón, nahmen insgesamt 151 Motorräder, 25 Quads, 134 Autos und 52 Trucks unter die Räder.

Für das KS Tools-Team bedeuteten diese 317 Kilometer zum ersten Biwak keinerlei Probleme. Konnte man sich doch in entspannter Art und Weise nach einem Jahr Pause wieder ein wenig mit dem Arbeitsgerät vertraut machen und den Geist der Dakar in sich aufnehmen.

„Die Begeisterung der Bevölkerung hier in Südamerika ist wirklich einzigartig. Auch noch abends und fast schon mitten in der Nacht stehen abertausende an den Straßen und jubeln jedem zu. Ich bin fast die ganze Strecke mit Gänsehaut gefahren weil es so toll hier ist. Was es auch zu Tausenden hier gab aber wir alle weniger toll fanden: Moskitos, überall Moskitos diese Nacht. Aber denen fahren wir heute ja zum Glück einfach mal davon.“ meinte ein sichtlich begeisterter Stephan Schott am heutigen morgen (Ortszeit).


Heute nun steht die erste echte Wertungsprüfung der Dakar 2010 auf dem Programm. Dabei werden die Motorräder und Quads eine eigene Route im Gegensatz zu den Autos und Trucks benutzen, da die Überholmöglichkeiten auf weiten Teilen der Strecke eher schlecht sind. Als 54. Teilnehmer wird der hessischer Werkzeugunternehmer Stephan Schott mit seinem Leipziger Stammbeifahrer Holm Schmidt diese Prüfung in Angriff nehmen. Die 251 Kilometer der Auftaktprüfung der diesjährigen Dakar ähneln sehr den Prüfungen des argentinischen Laufs zur Rallye-Weltmeisterschaft und sollten daher für das erfahrene KS Tools-Team genau das richtige Terrain zum „warm“ werden – wenn man es bei ca. 30 Grad Außentemperatur überhaupt noch so nennen könnte – sein.




Das KS Tools-Team wird international und hat sich eine Crew der Extraklasse zur Dakar aufgebaut

30.11.09
Der neuaufgebaute Mitsubishi Pajero von Stephan Schott und Holm Schmidt

Nicht nur in technischer Hinsicht hat sich das KS Tool-Team für die 31. Ausgabe der Dakar ordentlich verstärkt. Auch in die Teampersonalien kam einige Bewegung! So startet im zweiten Mitsubishi erstmals ein polnisches Fahrerduo für das sächsisch-hessische Team.

Stephan Schott und Holm Schmidt sind natürlich auch wieder mit von der Partie und freuen sich auf ihre zweite gemeinsame Dakar. Nach der erfolgreichen Premiere in diesem Jahr, will das Team rund um den hessischen Unternehmer Stephan Schott noch eine Schippe drauflegen. „Es ist natürlich immer so eine Sache mit den Prognosen im Vorfeld einer Dakar. Das Ankommen steht wieder klar im Vordergrund. Wir möchte uns aber auch im Gesamtklassement im Vergleich zum Vorjahr um ein paar Plätze verbessern. Ob uns das aber gelingen wird, da werden wir noch einmal abwarten müssen. Auf jeden Fall werden wir wieder eine Menge Spass haben.“ so der Geschäftsführer der Werkzeugfirma KS Tools.   

Neu auf dem Fahrer- und Beifahrersitz des V6 Benziners ist Robert Szustkowski mit Jaroslaw Kazberuk an seiner Seite aus Polen. Für den Fahrer Robert Szustkowski bedeutet die Dakar komplettes Neuland, hofft aber von der Erfahrung seines Co-Piloten zu profitieren, der die letzte afrikanische Dakar 2007 in der PKW-Wertung schon einmal beenden konnte. Ein erster Testeinsatz des neuen Teams im vergangenen Monat in Marokko endete leider vorzeitig nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall.

Im Bereich des Teammanagements und der Mechaniker-Crew tat sich ebenfalls einiges. Durch die Neuverpflichtungen von einigen ehemaligen Ralliart Team-Mitgliedern, konnte die Mannschaft um Tino Schmidt in diesen Bereichen perfekt ergänzt werden. So wird Sujit Das der neue Teammanager. Der aus Barcelona stammende Allrounder spricht fünf Sprachen fließend und kann auf eine jahrelange Erfahrung im Rallyraid-Sport zurückblicken. Ebenso zwei neue Mechaniker aus Frankreich, Patrick Martin und Patrick Lepers. Jeder von den beiden ehemaligen Ralliart-Mechanikern hat schon jeweils über 15 Dakar-Einsätze auf dem eigenen „Haben-Konto“. Der Fahrer des neuen MAN T4 Racetruck Grzegorz Baran, gehört ebenfalls zu den Erfahrenen seines Faches und hat mittlerweile auch schon fünf Dakareinsätze im Racetruck zu Buche stehen. Seine Co-Piloten im T4 MAN sind zum einen Rafael Marton, der ehemalige Beifahrer von Lukasz Komornicki und der Ralliart-Mechaniker Pawel Zborowski.

Alles in allem ein sehr internationales und erfahrenes KS Tools-Team Jahrgang 2010, welches sich Ende Dezember auf den Weg nach Südamerika machen wird.


Für die Dakar 2010 hat das KS Tools-Team aus Leipzig noch einmal richtig aufgerüstet

28.11.09
Der neue Fast-Assist T2-Porsche des KS Tools 2drive-Team

Wie schon seit 2005 fast ununterbrochen beim Wüstenklassiker dabei, wird das sächsisch-hessische Team auch am kommenden Neujahrstag in Buenos Aires mit mehreren Fahrzeugen am Start stehen. Dabei wird ein echter „Leipziger“ garantiert für Begeisterung im Team und an der Strecke sorgen.

In nicht einmal mehr zwei Wochen werden sich insgesamt sechs Fahrzeuge des KS Tools-Team, rund um den Leipziger Teammanager Tino Schmidt, schon auf dem Weg nach Argentinien befinden. Am 25. und 26. November werden drei Wettbewerbsfahrzeuge und drei weitere Servicewagen des Teams im französischen Le Havre, auf die extra vom Dakarveranstalter angemieteten Schiffe, zur Überfahrt nach Argentinien verladen.


Die 31. Ausgabe des Wüstenklassikers wird am 1. Januar 2010 zum zweiten Mal in Südamerika ausgetragen und führt über knapp 9.000 Kilometer quer durch den Kontinent. Von Küste zu Küste führend, wird sie nach ca. 5.200 Wertungskilometern am 17. Januar in Buenos Aires wieder enden. Neben den zwei bekannten Mitsubishi Pajero, dem V6 Benziner und V60 Diesel von Stephan Schott, wird das KS Tools-Team aus Leipzig in der Truckwertung einen MAN TGA an den Start stellen. Der erstmals für das Team startende MAN-Racetruck bietet zum einen mehr Platz für Werkzeug und Ersatzteile und ist auch leistungsmäßig dem Unimog aus dem Jahr 2009 ein ganzes Stück voraus.

Auch im Fuhrpark der Servicewagen gab es zwei Veränderungen. Leistungstechnisch wurde hier richtig aufgerüstet. Als wahrscheinlich schnellstes Fast Assist-Car der Dakar wurde ein echter „Leipziger“ ins Team geholt und in den letzten Wochen für die (Tor-)Tour in Südamerika flott gemacht. Der neue Porsche Cayenneim KS Tools-Design, der nach dem FIA T2 Reglement (!) aufgebaut wurde, wird für das Team neben dem MAN-Racetruck die „schnelle Eingreiftruppe“ für alle Notfälle bilden. Das Team hofft zwar nicht all zu oft zu solchen Einsätze starten zu müssen, ist aber dennoch ganz angetan von den Möglichkeiten, die diese Fahrzeuge zu bieten haben – speziell der Porsche Cayenne aus dem Leipziger Porsche-Werk.

Als zweites Runner-Car kommt noch ein großer Mitsubishi Pajero zum Einsatz, welcher ebenfalls neu im Team ist. Dagegen ist der große Mercedes Benz Actros schon für das gesamte Team ein alter Bekannter. Ist er doch schon seit vielen Jahren ein allzeit bewährter Begleiter des 2drive-Teams bei vielen Dakar- und anderen Rallye-Einsätzen.


„Bei der Dakar als Qualitätsprüfer in eigener Sache unterwegs“

06.02.09
Stephan Schott hat, mit Holm Schmidt an seiner Seite, gleich im ersten Anlauf die Dakar erfolgreich absolviert

Nach einer erlebnisreichen Dakar 2009 durch Südamerika, schildert der erfolgreiche Privatfahrer und Geschäftsführer der Werkzeugschmiede KS-Tools, Stephan Schott, seine Eindrücke von der schwersten aller Marathonrallyes.



Es war deine erste Dakar. Unterscheidet sie sich wirklich so sehr von anderen Veranstaltungen?
Bisher hatte ich mit dem 2drive-Pajero fünf Rallyes absolviert – viermal waren wir in Dubai und letztes Jahr kam dann noch die Central Europe dazu. Insgesamt sahen wir bisher mit unserem Pajero dreimal die Zielflagge – mit der Dakar nun viermal. Obwohl die gefahrenen Rallyes allesamt nicht einfach waren, kamen sie nicht im Entferntesten an die Schwierigkeiten der Dakar heran. Nicht nur die Länge spielt dabei eine Rolle. Wir wurden bei der Dakar vom ersten bis zum letzten Meter extrem gefordert so wie bei keiner anderen Veranstaltung und sind auch echt stolz darauf, das der 2drive-Pajero das durchhielt.



Gab es bei der diesjährigen Dakar für euch einmal eine Situation, an der ihr dachtet „Das war’s jetzt für uns, die Zielankunft können wir abhacken“?
Da gab es eigentlich nicht nur eine aber die fünfte Etappe hatte es von Anfang an auf uns abgesehen. Zuerst fuhr uns kurz nach dem Start ein Truck ins Heck. Dabei war so eine schlechte Sicht, dass wir nicht einmal erkennen konnten wer es war – überall war nur Staub. Bei Kilometer 90 hatte es dann unsere Kupplung erwischt. Da ging für uns nichts mehr und die Rallye war für uns quasi zu Ende. Mit der defekten Kupplung hätten wir nie das Ziel erreicht und an eine Reparatur on Stage war auch nicht zu denken. Ein paar Ölarbeiter halfen uns erst einmal mit Steaks und kühlem Bier aus und zeigten uns dann einen Weg zur nächsten Straße. Dort stiessen wir dann auf unseren Service-Actros. Auf der Straße im argentinischen Nirgendwo wurde dann die Kupplung gewechselt und wir waren schon fast auf dem Weg zurück nach Buenos Aires. Auch wenn wir wieder auf die Strecke zurückgekommen wären, hätten wir soviel Zeit verloren und soviel Kontrollpunkte verpasst, dass wir letztendlich aus der Wertung wären. Ein Anruf von einem Mitstreiter ließ uns dann wieder hoffen. Er meinte wir sollten auf jeden Fall ins nächste Biwack fahren da durch die Probleme von so vielen Teilnehmern eine Annullierung der Etappe sehr wahrscheinlich wäre. Da war die Hoffnung wieder da und es war ja dann auch so.



Was hat dich als Neuling an der Dakar besonders fasziniert?
 
Die Begeisterung der Menschen in Argentinien und Chile. Schon vor dem Start waren wir immer umringt von Menschenmassen. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft mit der wir immer wieder empfangen wurden war unbeschreiblich. Man hat uns sogar Weintrauben und Weinflaschen ins fahrende Auto gereicht und überall war eine ausgelassene Stimmung – einfach unbeschreiblich und einmalig.

Du bist Geschäftsführer eines Unternehmens, welches hochwertige Werkzeuge herstellt, unter anderem auch für den Kfz-Bereich. Welche Symbiosen ergaben sich da für das Unternehmen?
Nicht nur unser Team war komplett mit KS-Tools Werkzeug ausgerüstet, auch andere Teams vertrauten bei der Dakar auf Produkte aus unserem Haus. So war das X-Raid Team sogar noch weitaus besser mit unserem Werkzeug ausgerüstet wie wir selbst. Allein das Team rüstete über zehn Servicetrucks mit KS-Tools Werkzeug aus. So wussten wir auch immer wo es Werkzeug gab, welches wir aus Platzgründen auf unserem Servicetruck nicht mit hatten. Dazu kam noch, dass ich unsere Produkte mehr als je zuvor zu schätzen lernte. So oft wie in den 14 Tagen der Dakar hatte ich wohl noch nie zuvor unser eigenes Werkzeug in den Händen gehabt. Da war ich gleich noch als Qualitätsprüfer in eigener Sache unterwegs.



Wie sieht abschließend deine weitere Planung für die kommenden Monate aus?

Diese Dakar müssen wir erst einmal sacken lassen. Auch ist der Pajero ja noch nicht wieder zurück und das wird auch noch ein paar Tage dauern bis er wieder in Leipzig in der Werkstatt ist. Dort braucht er auch erst einmal dringend mehr als nur eine große Durchsicht. Schon aus diesem Grund ist ein Start bei der UAE Desert Challenge in diesem Jahr für uns nicht möglich, da man den Termin für diese Rallye auf März vorverlegt hat. Aber einen entsprechenden Ersatz für diese Rallye werden wir über das Jahr schon finden. Und bis zur nächsten Dakar ist ja auch nicht mehr so viel Zeit...



Team FleetBoard Mercedes-Benz mit zwei von drei Fahrzeugen im Ziel der Dakar-Rallye 2009

19.01.09
Überglücklich auf der Siegerrampe: Stephan Schott und Holm Schmidt

Große Freude im Team FleetBoard Mercedes-Benz: Nach 14 anstrengenden Etappen fuhren Stephan Schott (Mitsubishi Pajero) und Thomas Wallenwein (Renn-Unimog) am Sonntag über die Zielrampe der Dakar-Rallye 2009.



Hinter dem deutschen Team liegen mehr als 9.000 Kilometer in Argentinien und Chile. Die Route führte von Buenos Aires am atlantischen Ozean quer durch den südamerikanischen Kontinent an die Pazifikküste, zwei Mal passierte der Rallye-Tross dabei die berüchtigten Anden und durchquerte mit der Atacama-Wüste die trockenste Region der Erde. In der Endabrechnung der Automobilwertung belegte Schott im Mitsubishi Pajero Platz 76 von 177 gestarteten Fahrzeugen. Wallenwein fuhr im Renn-Unimog in der LKW-Wertung auf Rang 38 von 81 gestarteten Teams. Als Rückschlag musste das Team FleetBoard Mercedes-Benz nur den frühen Ausfall von Tino Schmidt mit einem weiteren Pajero auf der ersten Etappe hinnehmen.



„Wir sind sehr glücklich, dass zwei unserer drei Fahrzeuge heute die Zielrampe in Buenos Aires überfahren konnten“, freute sich Ellen Lohr, die als Teamchefin des Team FleetBoard Mercedes-Benz die Rallye in einer Mercedes-Benz G-Klasse auf der Serviceroute fuhr. „Daneben werden wir bei der Dakar-Premiere in Südamerika vor allem die begeisterten Zuschauer in Erinnerung behalten, die zu hunderttausenden die Rallye-Pisten säumten und jeden Teilnehmer frenetisch angefeuert haben. Für mich persönlich war dies ein einmaliges Erlebnis, auch wenn ich selber nicht am Steuer eines Rallye-Fahrzeuges gesessen habe. Im nächsten Jahr greife ich persönlich wieder an.“



Stephan Schott (Fahrer Pajero und Geschäftsführer von KS Tools, Platz 76 in der Automobilwertung):
„Bei meiner ersten Dakar ins Ziel zu fahren ist natürlich gigantisch. Auch wenn mein Beifahrer Holm zwischendurch bemerkte, dass ich wohl noch nie so oft mein eigenes Werkzeug in der Hand hatte. Zwischendurch hat er nicht nur seine Fähigkeiten als Beifahrer sondern auch als ausgezeichneter Mechaniker unter Beweis stellen müssen. Aber wir haben nie aufgegeben und das war schlussendlich der Schlüssel zum Erfolg bei dieser Dakar.“

Holm Schmidt (Beifahrer Pajero, Platz 76 in der Automobilwertung): „Natürlich hatten wir mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Aber egal was kam, wir haben es gemeistert – darauf bin ich stolz. Ich mag mir nur nicht ausrechnen, wo wir im Gesamtklassement ohne den Kupplungsschaden und die daraus resultierende Strafzeit hätten landen können. Aber das ist Dakar, hier kommt kaum jemand ohne Probleme durch. Sonst wäre es ja auch nicht die härteste Rallye der Welt.“

Thomas Wallenwein (Fahrer Renn-Unimog, Platz 38 in der LKW-Wertung):
„Ich bin vom Dakar-Virus befallen. Unglaublich, mit was für intensiven Eindrücken aus diesem tollen Land und von dieser fantastischen Rallye wir nach Hause reisen werden. Für mich heißt es: immer wieder mehr als gerne. Ich weiß jetzt schon, was ich im nächsten Jahr im Januar am liebsten machen würde.“

Andre Jokusch (Fahrer Renn-Unimog, Platz 38 in der LKW-Wertung):
„Wenn ich sehe, wen wir im Gesamtklassement so alles hinter uns gelassen haben, dann kann ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen. Auf jeden Fall kann man sagen, dass diese Dakar für uns sehr abenteuerlich war. Einmal auf der Seite gelegen, einmal in einem Canyon übernachtet, ein Journalistenauto, das sich auf der Passtrasse zwischen Argentinien und Chile überschlagen hatte, wieder aufgerichtet und dann natürlich unser Ergebnis mit dem wir mehr als zufrieden sind.“


Auch die vorletzte Etappe der Dakar brachte für beide FleetBoard Mercedes-Benz Teams keine Probleme

17.01.09
Fahren dem Ziel der Dakar 2009 in Buenos Aires entgegen: Stephan Schott und Holm Schmidt

Ein defekter Ladeluftkühler am Race-Unimog von Thomas Wallenwein brachte zwar wieder ein wenig Nachtarbeit für die Mechaniker-Crew mit sich aber dafür erreichte Stephan Schott das Ziel der 13. Etappe, in der argentinischen Rallyehochburg Cordoba, ohne Probleme.
Es geht langsam dem Ende der 30. Ausgabe der Mutter aller Wüstenrallyes entgegen.
Die stark verkürzte, vorletzte Etappe nach Cordoba brachte wie eigentlich erwartet, keine großen Problem für  Stephan Schott und Thomas Wallenwein. Auf den 220 Stage-Kilometern ließ Stephan Schott und Holm Schmidt nichts anbrennen und legten wieder ihre gewohnt ruhige und überlegte Fahrweise an den Tag, auch wenn es wieder einmal die schon fast obligatorische Ecke an der Frontschürze gekostet hat. In der Tageswertung belegten sie abschließend den 68. Platz bei den PKW’s. Somit rangieren sie auf Gesamtrang 76 vor der finalen Etappe zurück zum Startort der 2009 Ausgabe der Dakar, zurück nach Buenos Aires. Trotz einer eher defensiv einzuschätzenden Fahrweise konnte der hessische Werkzeugspezialist von KS-Tools drei Plätze in der Gesamtwertung gut machen und ist auf dem besten Wege als Dakar-Neuling gleich das Ziel dieser schwierigsten aller Marathon-Rallyes zu erreichen. 
Thomas Wallenwein beklagte am Freitag zwar einen Leistungsverlust infolge eines defekten Ladeluftkühlers, konnte aber dennoch mit Platz 49 in der Tageswertung seinen 38. Platz in der LKW-Wertung erfolgreich verteidigen. Der Rallye-Spezialist rangiert aktuell auf Platz 38. Der Unimog wurde über Nacht wieder flott gemacht. „Das war heute eine wunderschöne Strecke – ganz mein Ding“, sagte Wallenwein. „Die neuen Stoßdämpfer funktionierten einwandfrei. Ohne das Problem hätten wir heute in die Top 20 fahren können.“
Ellen Lohr, Teamchefin des Team FleetBoard Mercedes-Benz, blickt voller Zuversicht auf den letzten Abschnitt der Veranstaltung. „Unser Ziel ist es, beide Autos ins Ziel zu bringen“, so Lohr. „Die Jungs wissen, was sie tun.“
Die letzte „echte“ Dakar-Etappe 2009 führt über insgesamt 791 Kilometer. Davon müssen „nur“ noch 227 Kilometer auf Zeit von den verbliebenen Teams absolviert werden. 129 Motorräder und Quads, 92 Autos und 55 Lastwagen – sind alles in allem für den Start zur 14. Etappe zu gelassen. Die Zahl der offiziellen Ausfälle ist bis jetzt auf insgesamt 233 beziffert, d.h. 100 Motorräder, 85 Autos, 12 Quads und 26 Lastwagen – leider auch das dritte Team vom FleetBoard Mercedes-Benz Team, der zweite KS-Tools Pajero von Tino Schmidt darunter.
Die Teilnehmer dürfen sich bei der letzten Wertungsprüfung auf einen schnellen Parcours freuen, der im Flachland zwischen den Ackerflächen hindurch führt und wieder abertausende begeisterte Zuschauer an die Piste locken wird.



Stephan Schott und Thomas Wallenwein sind auch nach Etappe 12 auf Kurs Zielankunft

16.01.09
Konnte seine Fachkenntisse bestens mit einbringen: Holm Schmidt

Mit defektem Turbolader konnte Stephan Schott vom teameigenen Race-Unimog geborgen werden und profitierte ebenfalls von der nachträglichen Verkürzung der zwölften Tagesetappe.
Es war wieder ein verdammt langer Tag für das Team „FleetBoard Mercedes-Benz“ aus Leipzig.
Bis Checkpoint 2 der Tagesetappe lief beim silberfarbenden KS-Tools Pajero alles noch nach Plan. Eine kontrollierte Fahrweise war auch auf der drittletzten Prüfung angesagt. Bis kurz nach dem besagten CP 2 beklagte Stephan Schott mangelnde Motorleistung. Im Normalfall wäre dies auf diesem schwierigen Abschnitt das Aus für den Geschäftsführer von KS-Tools und seinen CO-Piloten Holm Schmidt gewesen. Aber die Dakar wäre nicht die Dakar, wenn das jetzt das Ende aller Zielankunftsträume der Beiden bedeutet hätte. Das Team hatte das sprichwörtliche Glück im Unglück, denn der rote Renn-Unimog von Thomas Wallenwein war gerade einmal nur wenige Kilometer, im schier unendlichen Dünenmeer, vom Pajero entfernt und im zweiten Anlauf hatte man die Gestrandeten auch gefunden. Nach einem ersten kurzen Check wurde ein Defekt am Ladeluftkühler diagnostiziert. Motorenspezialist Holm Schmidt, der erfahrene Beifahrer von Stephan Schott, improvisierte und überbrückte das defekte Bauteil, so dass beide Fahrzeuge die Fahrt in das Biwak fortsetzen konnten, wo sie gegen 23 Uhr eintrafen.
Im Biwak angekommen erhielten auch sie die Information, dass die eben absolvierte Etappe nach CP 2 annulliert wurde. Grund waren die massiven Probleme von einer Vielzahl von Teilnehmern in eben diesem sandigen Gelände.
Dennoch ging für das Team im Service die Arbeit weiter. Zum einen mussten am Renn-Unimog defekte Rennstoßdämpfer getauschte werden, mit denen das Team schon die letzten Tage unterwegs war und zum anderen ja noch der defekte Ladeluftkühler am Pajero gewechselt werden. Also noch eine Nachtschicht dranhängen war für Alle angesagt. „Meine Jungs haben erneut alles gegeben und Unmögliches möglich gemacht“, sagte Teamchefin Ellen Lohr. „Ich bin sehr stolz.“
Da sintflutartigen Regenfälle in der letzten Nacht in der Gegend von La Rioja und Cordoba den ersten Streckenabschnitt der heutigen Wertungsprüfung vollkommen unzugänglich machten, wurde der Verlauf der 13. Etappe wiederum abgeändert. Die Teilnehmer werden auf der Straße eine Überführung von 364 km absolvieren, um ab dem ursprünglichen Kontrollpunkt CP4 dann die Wertungsprüfung mit 220 Kilometer Länge zurückzulegen. Im Zielort Cordoba werden am Abend dann mehr als eine Millionen Zuschauer erwartet.



Stephan Schott und Thomas Wallenwein bezwingen die Dünengipfel der Atacama-Wüste

14.01.09
Heute geht es für Stephan Schott, wie auch für alle anderen noch verbliebenen Teilnehmer zurück nach Argentinien

Auch wenn sie beide noch nicht in den offiziellen Ergebnislisten der zehnten Etappe auftauchen, so haben doch beide Teams vom FleetBoard Mercedes-Benz Team die berüchtigten Etappen der Atacama-Wüste erfolgreich bezwungen.
Beide Teams haben die zehnte Etappe erfolgreich absolviert, aber, und das wird die Organisation wieder einiges Kopfzerbrechen bei der Zeitenbestimmung machen, erst nachdem schon die Zielkontrolle abgebaut war. Davon waren aber nicht nur beide KS-Tools Fahrzeuge des FleetBoard Mercedes-Benz Teams betroffen, sondern auch der größte Teil des Teilnehmerfeldes. Somit haben diese Teams keine offizielle Zielzeit erhalten. Da wird also wieder die Strafzeitentabelle für all diese Fahrzeuge aus der Schublade geholt werden müssen...
Dennoch kann das gesamte Team mit der Leistung bis zu diesem Zeitpunkt mehr als zufrieden sein. Auch wenn der zehnte Tagesabschnitt wieder einige Unwägbarkeiten für die Besatzung des silbernen Pajero bereit hielt, ist man zumindest mehr als froh, die gefürchteten Dünenberge der trockensten Wüste der Erde erfolgreich bezwungen zu haben. Der KS-Tools Geschäftsführer Stephan Schott dazu: „Wir hatten uns auf der zehnten Etappe einmal im Wüstensand festgefahren. Dann hatten wir noch einen Reifenschaden am Pajero – ansonsten sind wir aber eigentlich richtig gut durchgekommen. Wenn ich daran denke welch höllischen Respekt ich noch vor zwei Tagen vor diesen drei Etappen hatte, bin ich wirklich richtig überrascht, wie gut wir hier unterwegs waren. Die Verkürzung der gestrigen Etappe und die Absage von heute kommen mir als Dakar-Neuling natürlich auch ein wenig entgegen, dennoch ist es ein wenig schade, da durch die vielen Absagen und Verkürzungen der sportliche Wert doch etwas leidet.“ Aber auch so wird die diesjährige Dakar ihrem Ruf als härteste Marathon-Rallye der Welt gerecht bleiben.
Die heutige elfte Stage, der erste Teilabschnitt der einzigen Marathonetappe der diesjährigen Dakar, wurde schon am Vorabend annulliert, da die Wetterprognosen wiederholt starke Nebelfelder für den heutigen Morgen ankündigten. Eine Verschiebung des Starts, wie zur zehnten Etappe geschehen, kam aber von vornherein für die Organisatoren nicht in Frage, da der heute anstehende Grenzübertritt zurück nach Argentinien nur bei Tageslicht erfolgen darf. Das konnte man aber bei einer Verschiebung des Starts nach hinten nicht mehr garantieren. So werden heute die anstehenden Kilometer nach Fiambala als einfache Verbindungsetappe absolviert.



Stephan Schott mit einer weiteren Tagesplatzierung in den Top 50 aber das Zeitenchaos in der Gesamtwertung geht weiter

13.01.09
Durch eine neuen Zeitenberechnung in der Gesamtwertung wieder viele Plätze eingebüsst: Stephan Schott im Pajero

Auf einem hervorragenden 45. Platz kam gestern der KS-Tools Pajero mit Stephan Schott und Holm Schmidt ins Etappenziel zu Füssen der hohen Sanddünen der Atacama-Wüste. Dennoch fiel er in der Gesamtwertung auf den 82. Platz in der Autowertung zurück. Dagegen fand sich der rote Race-Unimog von Thomas Wallenwein plötzlich auf Gesamtplatz 16 der Truckwertung wieder.
Das Strafzeitenchaos bei der diesjährigen Dakar scheint einfach kein Ende nehmen zu wollen. Nach den vielen Neutralisationen, Verkürzungen und Umfahrungen der vergangenen Tage scheint es für die Offiziellen ein Buch mit sieben Siegeln zu sein, jedem Team die richtigen Strafzeiten zuordnen zu können. Hatten nach der achten Etappe noch ganze 70 Teams in der Autowertung Strafzeiten von 170 Stunden und mehr erhalten, waren nach der gestrigen Etappe gerade einmal nur noch 27 Teams mit solch hohen Zeitstrafen in der Gesamtwertung zu finden. Darunter leider auch die Besatzung des KS-Tools Pajero vom FleetBoard Mercedes-Benz Team, Stephan Schott und Holm Schmidt. Der gestrige tolle 45. Tagesrang half ihnen da auch nicht wirklich viel weiter.
Das aber letztendlich das Ergebnis nicht unbedingt im Vordergrund stehen muss, bewies auf der siebten Tagesetappe recht eindrucksvoll das hessisch-sächsische Team mit der Startnummer 365, als sie den mehrfachen Marathon-Weltmeister in der Privatfahrerwertung, Jean-Pierre Strugo, buchstäblich aus dem Dreck zogen. „Strugo hatte sich im feinen Fech-Fech-Sand festgefahren“, sagte Schott. „Für uns war es selbstverständlich, schnell und uneigennützig zu helfen – das ist der Geist der Dakar.“
Des einen Leid, des anderen Freud – Stephan Schott fiel zurück dafür rückte Thomas Wallenwein in der Truckwertung auf und das auch gleich einmal richtig ordentlich. Seit gestern wird er auf dem 16. Gesamtrang in der Truckwertung geführt. Bei noch 61 im Rennen befindlichen Fahrzeugen eine mehr als respektable Leistung für den Dakar-Neuling aus Süddeutschland. Zusammen mit seinem Copiloten André Jockusch ist das FleetBoard Mercedes-Benz Duo das zweitbeste deutsche Team bei den Service-Trucks. Gerade auch nach seinem AHA-Erlebnis vor dem Ruhetag, wo er sich bei einer halben „Dünenrolle“ seitwärts einen Spiegel abbrach und das Blech etwas leicht verformte, ist sein gestriger 36. Tagesplatz auf einer Etappe mit weiteren hohen Dünenpässen mehr als nur akzeptabel zu nennen.
Heute nun geht es wieder in die Atacama-Wüste. Mit einer Schleife um den Start- und Zielort Copiapo, wird heute der nördlichste Punkt der Rallye erreicht. Wie aber in den Tagen zuvor schon, kommt es auch heute wieder zu der schon fast obligatorischen Verkürzung der Strecke. Diesmal gleich um ca. 200 Kilometer von 666 auf „nur noch“ 476 Wertungskilometer. Grund dafür ist die zu geringe Tragfähigkeit des Sandes, welche die Testfahrer auf der Strecke der heutigen Prüfung festgestellt haben.



Probleme für Stephan Schott auf der achten Tagesetappe aber dennoch vorerst in den Top 40 der Gesamtwertung

12.01.09
Eine unerwartete Strafzeitenverteilung in der PKW-Gesamtwertung spült Stephan Schott vorübergehend auf Platz 34

Die Turbolenzen im FleetBoard Mercedes-Benz Team gehen weiter. Auch am achten Tag der Dakar 2009, ein eigentlich einfach eingeschätzter Tagesabschnitt, hatten Stephan Schott und Holm Schmidt, mit den Tücken der Technik an ihrem silbernen KS-Tools Pajero zu kämpfen. Dennoch spülte die „Bereinigung“ der Ergebnisliste durch die Organisation sie am Ende des Tages auf Gesamtplatz 34 der PKW-Wertung.
Es begann schon damit, dass der Ruhetag in Valparaiso für Stephan Schott, Holm Schmidt und den Rest der Technikercrew sehr spät erst beginnen konnte. Noch auf der abschließenden Verbindungsetappe der WP sieben, gab es am Pajero einen Defekt an der Dieselpumpe, aufgrund dessen der Wagen erst gegen sechs Uhr morgens im Biwak an der Abschleppleine des Sprinters vom Team eintraf. Also genug zu tun, da auch routinemäßig zur Hälfte der Rallye das Getriebe gewechselt werden sollte. Dies stellte sich am Morgen der achten Etappe als defekt heraus, so dass in kürzester Zeit das alte Getriebe erneut verbaut werden musste. Mit einer halben Stunde Verspätung war somit allen klar, dass auf der aktuellen Etappe dadurch natürlich keine gute Zeit mehr zu erreichen war. Aber damit nicht genug.
„Nach 40 Kilometern hatten wir vorne links keine Bremse mehr, mussten dadurch den gesamten Bremskreislauf on Stage lahmlegen und konnten dadurch natürlich nicht mehr so schnell fahren. Aber es war vielleicht auch besser so, wie wir die vielen Teilnehmer gesehen haben, die rechts und links die Berge runtergekullert sind. Wir haben ja außerdem noch genug Zeit um uns verbessern zu können.“ so Stephan Schott im Ziel der Etappe.
Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste – am Ende der achten Etappe ist er aktuell auf dem 34. Platz in der PKW-Wertung gelandet, was aber momentan noch mit Vorsicht zu genießen sein muss. Wie das geschehen konnte? Die Rallyeleitung nahm eine Aktualisierung der Ergebnisse vor, rechnete alle aktuellen Strafzeiten neu aus und ein. Ab Gesamtplatz 31 haben alle folgenden Teilnehmer 170 Stunden! Oder mehr Strafzeit erhalten. Das vorläufige Ergebnis dessen ist nun der 34. Platz für das FleetBoard Mercedes-Benz Team mit dem KS-Tools Pajero von Stephan Schott und Holm Schmidt mit 174 Stunden und 26 Minuten Strafzeit!
Thomas Wallenwein mit seinem Race-Unimog ist dagegen von solch drastischen Zeitstrafen verschont geblieben, wie alle anderen Trucks auch. Er konnte sich den 50. Gesamtrang der Truckwertung verbessern.
Heute fängt die Dakar nach Meinung aller erst richtig an. Die kommenden drei Tagesetappen werden die Entscheidung bei der Dakar 2009 bringen, so die Experten einhellig. Der erste Abstecher in die Atacama-Wüste am Ende der heutigen 449 Wertungskilometer, wird zu einem ersten echten Gradmesser für alle.



Mit Platz 47 erreicht Stephan Schott sein bisher bestes Tagesergebnis bei der Dakar

10.01.09
Stephan Schott und Holm Schmidt haben sich den heutigen Ruhetag redlich verdient

Mit dem KS-Tools Pajero des FleetBoard Mercedes-Benz Teams, pilotiert von Stephan Schott, geht es immer weiter nach vorn. Nach der siebten Tagesetappe und dem Erreichen der chilenischen Pazifikküste, rangiert das Team mit der Startnummer 365 nunmehr auf Platz 73 der Gesamtwertung.
Zwei verkürzte Etappen hintereinander und Stephan Schott kommt immer besser in Fahrt. Mit seinem bisher besten Tagesergebnis, dem 47. Platz in der Automobilwertung, zeigt der KS-Tools Geschäftsführer aus dem hessischen Weilrod, das er mittlerweile immer besser mit dem ihm bis dato völlig unbekannten Terrain zurechtkommt. Als Dakar-Rookie ist sein aktueller 73. Gesamtplatz in der Autowertung nach knapp der Hälfte der diesjährigen Ausgabe, ein mehr als beachtliches Ergebnis.
Aufgrund der Schwierigkeiten vieler Teilnehmer bei der letzten Dünenkette am Vortag, hatten die Organisatoren kurzfristig beschlossen, die siebte Etappe wiederum zu verkürzen. Nur reichlich die Hälfte der eigentlichen Strecke blieb noch erhalten und so mussten noch 243 Kilometer in Wertung absolviert werden. Dabei stellten die gut befahrbaren Pisten nicht das große Problem dar. Einzigst der Regen der Vortage weichte die Strecke in einigen Passagen mächtig auf und schuf so ein paar tückische Schlammlöcher. Aber mit seiner nunmehr schon fast routinierten und überlegten Fahrweise stellten auch diese Abschnitte für Stephan Schott und Holm Schmidt kein Problem dar. Mag auch sein, dass der heute anstehende Ruhetag noch den entscheidenden Motivationsschub für das Team darstellte, um nicht zu spät im ersten chilenischen Biwak dieser Dakar einzutreffen.
Für Thomas Wallenwein in seinem roten Race-Unimog dagegen bestand die Herausforderung des Tages darin, mit zwanzig weiteren „Leidensgefährten“ endlich wieder auf die richtige Route zu kommen. Nach dem sie die Nacht zwischen der sechsten und siebten Etappe in einem Canyon festsaßen, wurde die gesamte siebte Etappe für die Trucks gestrichen und zur reinen Überführungsetappe umgewandelt. Ein Hubschrauber vom Veranstalter lotste die verirrten Trucks letztendlich bei Tageslicht aus ihrer misslichen Lage und so konnte auch Thomas Wallenwein und Andre Jockusch im Laufe des Nachmittages unbeschadet das Biwak in Valparaiso erreichen.
Nach dem heutigen Ruhetag an der Pazifikküste wird das Rennen gemächlich wieder aufgenommen. Ein ständiges auf und ab über insgesamt 650 Tageskilometer, davon sind 290 WP-Kilometer, führen durch eine Mittelgebirgskette Richtung Norden nach La Serena und lässt die Teilnehmer bis über 1.000 Meter hoch klettern.



KS-Tools Pajero wieder mit gutem Ergebnis und Race-Unimog profitiert von erneuter Neutralisation

09.01.09
Nur noch ein Tag bis zum Ruhetag am Pazifik für Stephan Schott

Mit einem sehr guten 56. Tagesplatz konnte sich Stephan Schott in seinem silbernen KS-Tools Pajero wieder um einige Plätze in der Gesamtwertung verbessern. Das Race-Unimog Team von Thomas Wallenwein dagegen hatte wieder einen schweren Tag, kann aber dank der Neutralisation der Tagesetappe für die Trucks in Richtung Valparaiso weiterfahren.
Es kommt keine Ruhe in die Dakar 2009. Nach dem schon fast chaotisch zu nennen Ereignissen auf der fünften Etappe und der anschließenden Verkürzug der sechsten Prüfung, kam es auch gestern wieder zu einigen Turbolenzen. Aber von vorn und da war auch gleich das Problem – die Dünen!
Auf den ersten reichlich 60 Kilometern der Tagesetappe türmten sich riesige Sanddünen vor den Teilnehmern auf. Manch einer umfuhr sie einfach und nahm die Konsequenzen erst später in Kauf. Diejenigen, welche quer durch fuhren, hatten die Konsequenzen mitunter gleich zu spüren bekommen. So auch Stephan Schott und Holm Schmidt. Wie so viele andere Teams kamen auch sie nicht ungeschadet durch und fuhren sich einmal so richtig fest und verloren bei der Bergung richtig viel Zeit.
„Bei ganz vielen Dünen brauchten wir mehrer Anläufe, um überhaupt rüber zu kommen. Es waren zwar nur knapp 50 Kilometer richtig schweres Dünengelände, aber man kann sich gar nicht vorstellen wie sich diese Kilometer hinziehen können. Der zweite Teil der Stage war dagegen richtig einfach zu fahren, was man auch an meiner Zeit gut erkenne kann. Aber einmal in diesem Sand richtig eingegraben und du bist weg vom Fenster.“ meinte Stephan Schott. Nach der 6. Etappe belegt er jetzt den 90. Gesamtplatz.
Schlimmer erwischte es aber Thomas Wallenwein in seinem Race-Unimog. Sie mussten wieder auf der Strecke übernachten. Bis gegen 22 Uhr hatten erst ca. 20 Trucks das Ziel der Prüfung erreicht. Der Rest war noch auf der Piste unterwegs und hatte sich im Dunkeln hoffnungslos verfahren. Ein Großteil der „Gestrandeten“ hing in einem Canyon fest. Darunter auch der roter KS-Tools Unimog.
Daraufhin wurde auch die sechste Etappe für die Trucks gestrichen und die heute zu absolvierende gleich mit. So können Thomas Wallenwein und Andre Jockusch ganz „entspannt“ den Weg nach Valparaiso, ins Biwak direkt am Pazifik, antreten.
Stephan Schott und Holm Schmidt müssen sich dagegen ihren morgigen Ruhetag noch „richtig verdienen“. Auf den heutigen 419 WP-Kilometern müssen sie, wie alle anderen PKW-Besatzungen, die Anden bezwingen und dabei geht es für alle auf 3.100 Meter hinauf. Davor gilt es aber wieder einige Dünenfelder mit dem so „geliebten“ Fesh-Fesh zu bezwingen.



Stephan Schott und Thomas Wallenwein sind weiter im Rennen

08.01.09
Sind auch noch im Rennen: Thomas Wallenwein im Race-Unimog

Erfreuliche Nachrichten aus dem Biwak in San Rafaél vom FleetBoard Mercedes-Benz KS-Tools Team: Beide Fahrzeuge nehmen die heutige sechste Etappe in Wertung in Angriff! Auf Grund massiver Probleme auf dem fünften Tagesabschnitt wurde die Etappe nachträglich verkürzt.
Aufatmen im Team um Ellen Lohr: Es geht weiter! Nach den ersten Meldungen von der Strecke hatte man nur wenig Hoffnung, dass beide Fahrzeuge die diesjährige Dakar in Wertung fortsetzten könnten. Das bange Warten im Biwak wurde gegen 21 Uhr Ortszeit belohnt, denn da wurde von der Rennleitung eine Verkürzung der aktuellen Etappe offiziell verkündet. Grund dafür war die Tatsache, dass bis zu diesem Zeitpunkt nur 28 PKW’s und 9 Trucks das Biwak in San Rafaél erreicht hatten. Das Ziel der Wertungsprüfung, noch 84 km vor dem Biwak, hatten zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 32 PKW’s und 15 Trucks in Wertung passiert gehabt.
Der zuerst gemeldete Kupplungsschaden bei Stephan Schott entpuppte sich nun als Getriebeschaden. Unter normalen Bedingungen hätten es Stephan Schott und Holm Schmidt nicht mehr rechtzeitig in das Etappenziel in San Rafaél geschafft. Der Geschäftsführer der hessischen Werkzeugfirma KS-Tools, setzte die Fahrt dennoch fort und sein unermüdlicher Kampfgeist wurde letztendlich belohnt, als die Rennleitung die Verkürzung der Etappe bekannt gab. So kann er und Holm Schmidt die heutige sechste Etappe von Platz 71 aus in Angriff nehmen.
Auch Thomas Wallenwein kann die Dakar im knallroten Renn-Unimog des Teams fortsetzen. Mit defekten Rennstoßdämpfern an der Vorderachse traf der Deutsche nach langsamer und kontrollierter Fahrt gegen 23 Uhr im Etappenziel endlich ein.
„Erneut kann ich auf meine beiden Fahrer einfach nur stolz sein“, freute sich Ellen Lohr, Teamchefin des Teams. „Beide haben in unterschiedlichen Situationen heute echtes Durchhaltevermögen bewiesen und gezeigt, dass sie für den Einsatz bei der Dakar absolut geeignet sind. Auch unseren Technikern gebührt großer Dank, die den defekten Pajero unter widrigen Bedingungen wieder flott gemacht haben.“
Heute geht es noch höher hinaus. Nach einer kurzen Pause für beide Teams kratzt man heute schon fast an der 3.000 Meter Marke. Kurz nach CP2 erreichen die Teams mit reichlich 2.700 Meter den höchsten Punkt der heutigen Etappe nach Mendoza. Die 625 km lange Strecke, davon 395 km in Wertung, führt die Teilnehmer in einem großen Bogen am Fusse der südlichen Anden Richtung Norden.
TV-Hinweis: Die ARD zeigt heute im Mittagsmagazin ab 13 Uhr einen Bericht über Thomas Wallenwein und den Renn-Unimog des Team FleetBoard Mercedes-Benz KS-Tools.



Größere Probleme im Lager vom FleetBoard Mercedes-Benz KS-Tools Team

08.01.09
Von den Strapazen gezeichnet: Holm Schmidt (vorn) und Stephan Schott

Bis zum heutigen Morgen (MEZ) scheinen beide Fahrzeuge des Leipziger FleetBoard Mercedes-Benz KS-Tools Teams noch nicht im Etappenziel eingetroffen zu sein – wie der Großteil der Fahrzeuge auf der fünften Tagesetappe.
„Nichts genaues weiß man nicht“ – so könnte man die derzeitige Lage beim Team im Biwak von San Rafaél in einem Satz beschreiben.
Alle Teilnehmer hatten mit einer schweren fünften Etappe gerechnet, dass sie aber so schwierig werden würde, dass konnte keiner vorhersehen. Anfänglich ging es noch recht zügig voran, aber besonders die Dünenfelder am Ende der Etappe machten den meißten Fahrerpaarungen doch mächtig zu schaffen.
Für beide Fahrzeuge des FleetBoard Mercedes-Benz KS-Tools Teams war es auch kein guter Tag.
Als 73. in den fünften Tag gestartet, bekam zuerst Stephan Schott an seinem silbernen Pajero massive Kupplungsprobleme, welche ihn zum Anhalten zwang. Wie anschließend Thomas Wallenwein mit seinem Race-Unimog die gestrandeten Stephan Schott und Holm Schmidt erreichten, konnte gemeinsam der Schaden an der Kupplung notdürftig repariert werden. Seitdem ist der Pajero auf sich gestellt und noch nicht im Ziel eingetroffen.
Aber auch der rote Race-Unimog blieb von eigenen Problemen nicht verschont. Zwischen CP1 und CP2 bekam er Dämpferprobleme an der Vorderachse und musste so seine Fahrt deutlich verlangsamen. Im Biwak ist man nun ungeachtet dessen, dass er es auch noch nicht erreicht hat, auf der Suche nach Ersatz und hofft dabei auf den oft gelobten „Dakar-Spirit“, um bei einem anderen Team benötigte Ersatzteile zu organisieren.
Auch wenn es wieder eine sehr, sehr kurze Nacht zu Füssen der Anden werden könnte, hofft das Team doch noch, dass Stephan Schott und Thomas Wallenwein das Biwak in San Rafaél erreichen, um heute ihre Fahrt fortsetzen zu können.



Stephan Schott und Thomas Wallenwein können weiter Plätze gut machen

07.01.09
Es geht wieder weiter nach vorn: Stephan Schott mit seinem Pajero

Stephan is back – so könnte man den vierten Tag für das FleetBoard Mercedes-Benz KS-Tools Team auch zusammenfassen. Neben der kleinen Aufholjagd von Stephan Schott auf Gesamtplatz 88 konnte sich auch Thomas Wallenwein in der Truck-Wertung auf den 55. Platz verbessern.  
Nach der kleinen Katastrophe für die Besatzung des silbernen Pajero mit der Startnummer 365 vom Vortag, konnte sich Stephan Schott auf der vierten Etappe wieder etwas nach vorn arbeiten. Auf einer verkürzten aber dennoch schwierigen Tagesetappe, die von Steinen, Sand und ausgetrockneten Flussläufen geprägt war, konnte er an seine guten Zeiten der ersten beiden Etappen anknüpfen und fuhr die 72. Tagesbestzeit. Das bedeutete in der Gesamtwertung eine Verbesserung um vier Plätze. Nach einer Etappe, die viele Offroad-Passagen und die ersten größeren Dünenfeldern beinhaltete, rangiert nun der Geschäftsführer der hessischen Werkzeugfirma KS-Tools auf Gesamtplatz 88.
„Bei noch 151 Teilnehmern ist diese Platzierung für mich als Dakar-Neuling doch recht ordentlich. Hätten wir gestern nicht das Pech gleich am Anfang der Etappe mit dem Unfall gehabt wäre es natürlich noch besser. Aber für uns steht das Ankommen im Vordergrund. So werden wir auch die kommenden Etappen angehen.“ zog Stephan Schott ein kurzes Fazit.
Der rote Race-Unimog machte auch wieder ein paar Plätze gut konnte sich in der Truckwertung von Platz 58 auf den 55. verbessern. Auch für ihn gilt als Dakar-Debütant die Vorgabe: Ankommen!
Heute wird auf dem fünften Tagesabschnitt erstmals die 2.000 Höhenmetermarke bei der diesjährigen Dakar gebrochen, wenn es auf dem Weg nach San Rafaél über die ersten Pässe der Sierra Nevada geht. Diese befinden sich über 2.300 Meter hoch. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was in den folgenden Tagen, bis zur Pause am Pazifik, die Teilnehmer noch erwarten wird. Mit 506 Wertungskilometern wartet wieder eine richtig lange Prüfung auf die Teilnehmer, auf facettenreichen Terrain aus einem Mix von ausgehöhlten und schnellen Pisten, einigen Ausflügen abseits der Piste, insbesondere Abstecher auf sandigen Untergrund und wieder einigen Dünen am Ende der Wertungsprüfung.



Großer Zeitverlust für Stephan Schott nach unverschuldetem Auffahrunfall – Thomas Wallenwein dagegen macht Boden gut

06.01.09
Erwischten keinen guten Tag: Stephan Schott und Holm Schmidt

Stephan Schott rettete einen weitwunden Mitsubishi Pajero des FleetBoard Mercedes-Benz Teams nach einem Unfall ins Ziel des dritten Tages und verliert fast 40 Plätze. Dagegen können Thomas Wallenwein und Andre Jockusch sich auf den 58. Platz der Truck-Wertung verbessern.  
Nach dem guten zweiten Tag von Stephan Schott und dem etwas schlechteren Abschneiden des knallroten KS-Tools Race-Trucks, wurden auf der dritten Etappe die Rollen getauscht.
Schon zu Beginn der zweitlängsten Tagesetappe der diesjährigen „Dakar“ wurde wieder mächtig viel Staub aufgewirbelt. Ergebnis dessen, fand sich ein anderer Teilnehmer mangels ausreichender Sicht im Heck des Pajeros von Stephan Schott und seines Leipziger Co-Piloten Holm Schmidt wieder. Dabei wurde der Mitsubishi hinten links so stark beschädigt, dass Stephan Schott fast den gesamten Weg zum Etappenziel in Jacobacci nur in langsamer Fahrt absolvieren konnte.
„Wir sind froh überhaupt im Ziel zu sein“, sagte Schott im abendlichen Biwak. „Nach dem Unfall sind wir sehr verhalten gefahren, um nicht mehr zu beschädigen als nötig.“ Den Technikern des Team FleetBoard Mercedes-Benz stand eine lange Nacht bevor, doch nach einer ersten Diagnose gab Technikchef Philipp Tiefenbach Entwarnung: „Der Schaden hält sich in Grenzen – das kriegen wir über Nacht locker hin. Das heißt zwar dann für die Mechaniker wieder wenig Schlaf, aber so ist es halt bei der Dakar.“ Nachdem die Crew schon am Tag zuvor an Stephan Schotts KS-Tools Pajero vorsichtshalber der Turbo gewechselt wurde und auch noch rundherum viel zu tun hatten, gab es für sie schon nur Schlaf im Truck während der Fahrt auf der Verbindungsetappe.
Dagegen konnte der Race-Unimog ein paar Plätze in der Truckwertung gut machen. Gestern noch an Position 67 geführt, konnte er neun Plätze aufholen und belegt nach Tag drei den 58. Platz.
„Das für die Nacht bezogene Biwak hat `Mauretanien Qualität`: windig, staubig, einfach unangenehm. Alle laufen mit ihren Skibrillen rum und dann hat es auch noch angefangen zu regnen; darüber hinaus noch ein Temperatursturz auf 20 Grad. Das fühlt sich absolut winterlich an nach den Sonnentagen zu Beginn der Rallye.“ skizziert Ellen Lohr die Situation vor Ort in Argentinien.
Die heutige vierte Wertungsprüfung, von Jacobacci nach Neuquén in der Provinz Rio Negro, wurde kurzfristig aus verwaltungstechnischen Gründen um knapp 80 km verkürzt. Somit ist die Speziale nunmehr 380 km lang und beinhaltet felsige und sandige Abschnitte.



Mit Stephan Schott geht es weiter voran aber Thomas Wallenwein hat etwas an Boden eingebüßt

05.01.09
Für Stephan Schott und Holm Schmidt geht es weiter voran

Der zweite Tag der Dakar 2009 hatte es richtig in sich. Nach den schnellen Schotterpisten des Vortages kam am zweiten Tag der Sand – und davon eine ganze Menge! Dennoch konnte sich Stephan Schott auf Gesamtplatz 56 verbessern und ist somit zweitbester Deutscher.  
Nach dem guten Beginn des FleetBoard Mercedes-Benz Teams mit dem silbernen KS-Tools Pajero von Stephan Schott und Holm Schmidt am ersten Tag, konnte die Position am zweiten Renntag sogar noch verbessert werden. Mit seiner kontrollierten und überlegten Fahrweise konnte Stephan Schott im Gesamtklassement fast zehn Plätze gut machen und rangiert nach der zweiten Etappe auf Platz 56.
„Nach nur zwei Tagesetappen sieht es im Bivak bereits aus als hätten die meisten der Fahrzeuge ein Crashderby hinter sich. Völlig geschrottete Renntrucks und havarierte Rennautos. Dementsprechend sind wir happy, dass Stephan und Holm den Pajero nicht nur fast ohne Makel, sondern auch in super Position durchgebracht haben. Man muss halt einfach cool bleiben und das sind die beiden auch am zweiten Tag geblieben. Viele Teilnehmer haben sich übrigens festgefahren, der Sand scheint sehr weich zu sein. Besonders die eigentlich auf diesen schnellen Etappen favorisierten Buggies hatten enorme Probleme.“ beschreibt die Teammanagerin Ellen Lohr die Situation vor Ort.
Nach dieser recht kurzen aber sehr schwierigen Etappe steht nun der FleetBoard Mercedes-Benz KS-Tools Pajero mit der Nummer 365 als zweitbestes Deutsches Team in der Ergebnisliste!
Besonders den Abschnitten mit dem berühmt-berüchtigten Fesh Fesh mussten die Teilnehmer Tribut zollen. Viele mussten die Schaufeln benutzen oder per Winde oder Abschleppseil geborgen werden.
Dagegen musste der knallrote Race-Unimog ein paar Plätze einbüßen. Am ersten Tag noch an Position 52 der Truckwertung geführt, viel der von Thomas Wallenwein pilotierte Truck auf Gesamtplatz 67 zurück
Die Begeisterung unter den Argentiniern entlang der Strecke durch die Weiten der Pampa ist weiterhin ungebrochen. Nicht nur entlang der Serviceroute stehen tausende und abertausende Zuschauer. Auch die eigentliche Strecke säumen unzählige begeisterte Fans, was hin und wieder auch den Teilnehmern zu gute kommt, wenn es ans Bergen aus misslichen Situationen geht. 
Die heutige dritte Etappe der Dakar 2009 führt vom Atlantik ins Landesinnere, von Puerto Madryn nach Jacobacci. Das Vordringen auf patagonisches Gebiet, das mit einem erheblichen Streckenprofilwechsel einhergeht, erfordert neue fahrerische Qualitäten. Die Landschaft ist deutlich hügeliger, lang gezogene Kurven prägen die Strecke. In Wertung müssen 616 Kilometer absolviert werden, insgesamt stehen knapp 700 Kilometer auf dem Tagesprogramm.




Tino Schmidt mit Motorschaden ausgefallen – Stephan Schott und Thomas Wallenwein mit guten Ergebnissen gestartet

04.01.09
Beendeten den ersten Tag auf Position 65: Stephan Schott und Holm Schmidt

So eng können Freud und Leid beisammen liegen. Auf der ersten Etappe kam Stephan Schott in seinem KS-Tools-Mitsubishi auf einem guten 65. Gesamtplatz ins Ziel und Thomas Wallenwein pilotierte den roten Race-Unimog auf die 52. Position in der Truckwertung. Für Tino Schmidt dagegen ist die Dakar schon nach wenigen Kilometern der ersten Etappe nach einem Motorschaden Geschichte.
Am Morgen hatte der Tag für alle drei Teams des FleetBoard Mercedes-Bens Teams noch ganz euphorisch begonnen. Mit den Startnummern 358 und 365 überquerten die beiden Mitsubishi Pajero des Team FleetBoard Mercedes-Benz, pilotiert von Tino Schmidt und Stephan Schott, gemeinsam die Startrampe und wurden wie die weiteren Teilnehmer aus fast 50 Nationen von den Zuschauern herzlich empfangen. "Das waren große Gefühle - ein sehr emotionaler Moment", erinnert sich Schmidt. Wenige Zeit später nahm Thomas Wallenwein, der den knallroten KS-Tools Renn-Unimog des deutschen Teams mit der Startnummer 562 pilotiert, die Rallye auf.
Anschließend standen mit der ersten Etappe gleich ein richtig langer und harter Tag vor den Aktiven. Nie zuvor haben die Dakar-Teilnehmer das Rennen auf einer derart langen Etappe begonnen. Mit nahezu 400 km auf schnell befahrbarem Untergrund, vielleicht dem schnellsten im Programm, handelte es sich um einen mehr als nur einfachen Start in die Jubiläumsveranstaltung. Alle standen vor einem langen Tag.
Der Geschäftsführer der im hessischen ansässigen Werkzeugschmiede KS-Tools, Stephan Schott, ging als zweiter im Team auf die Piste. Nach einem ersten langen Tag kam Stephan Schott mit Holm Schmidt als 65. ins Etappenziel. Damit konnte das Team bei seinem ersten Start bei der berühmten Dakar sehr gut leben. Aber auch Stephan Schott machte am ersten Tag Bekanntschaft mit den Unwägbarkeiten des Marathonsports: „Zwei Kilometer vor dem Etappenziel hatten wir an unserem Pajero einen Reifenschaden hinten rechts wodurch wir zwei Plätze eingebüßt haben. Ansonsten ist die ultraschnelle Etappe für uns gut gelaufen, obwohl es stellenweise dermaßen staubig war, dass die Sicht gegen Null ging.“ In der Automobilwertung belegte Schott am Ende von Tag eins Platz 65 von 177 gestarteten Fahrzeugen.
Weitaus schlimmer hatte es das zweite Mitsubishi-Team erwischt. Tino Schmidt und Philipp Tiefenbach blieben schon vor dem ersten Kontrollpunkt der ersten Etappe stehen. Erste vorläufige Diagnose von Philipp Tiefenbach – Motorschaden. Als dann der Race-Unimog zur Stelle war, war der Defekt schon als irreparabel diagnostiziert, so dass Tino Schmidt darauf verzichtete, sich von Thomas Wallenweins Renn-Unimog in das Etappenziel schleppen zu lassen. Mittlerweile ist Tino Schmidt mit Philipp Tiefenbach schon auf dem Rückweg nach Buenos Aires.
Nach dem ungewollten Zwischenstop des Renn-Unimog des Team FleetBoard Mercedes-Benz, konnten sie aber wieder gut Fahrt aufnehmen. Wallenwein beendete Etappe 1 auf Rang 52.
Wie der Show-Start in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, war auch die erste Etappe von Zuschauermassen gesäumt. „Selbst die Service-Fahrzeuge wurden wie mögliche Dakar-Sieger bejubelt“, zeigte sich Ellen Lohr begeistert, die als Teamchefin des Team FleetBoard Mercedes-Benz den Rallye-Tross in einer G-Klasse begleitet.
Die zweite Etappe der Dakar 2009 führt von Santa Rosa durch die Region Rio Negro zum südlichsten Punkt der Rallye in Puerto Madryn. Mit einer Gesamtdistanz von 837 Kilometern – 237 Kilometer in Wertung – steht dem Team FleetBoard Mercedes-Benz die längste Etappe der Rallye bevor.




Tino Schmidt steht in der Stage – Stephan Schott als 65. im Etappenziel

03.01.09
Hat dieses Jahr kein Glück bei der Dakar: Tino Schmidt aus Leipzig

So eng können Freud und Leid beisammen liegen. Auf der ersten Etappe kam Stephan Schott in seinem KS-Tools-Mitsubishi auf einem guten 65. Gesamtplatz ins Ziel und Tino Schmidt scheint schon am ersten tag mit Motorschaden liegen geblieben zu sein.
Am Morgen hatte der Tag für alle drei Teams des FleetBoard Mercedes-Bens Teams noch ganz andersbegonnen. Mit den Startnummern 358 und 365 überquerten die beiden Mitsubishi Pajero des Team FleetBoard Mercedes-Benz, pilotiert von Tino Schmidt und Stephan Schott, gemeinsam die Startrampe und wurden wie die weiteren Teilnehmer aus fast 50 Nationen von den Zuschauern herzlich empfangen. "Das waren grosse Gefühle - ein sehr emotionaler Moment", erinnert sich Schmidt. Wenige Zeit später nahm Thomas Wallenwein, der den knallroten KS-Tools Renn-Unimog des deutschen Teams mit der Startnummer 562 pilotiert, die Rallye auf.
Anschließend standen mit der ersten Etappe gleich ein richtig langer und harter Tag vor den Aktiven. Nie zuvor haben die Dakar-Teilnehmer das Rennen auf einer derart langen Etappe begonnen. Mit nahezu 400 Km auf schnell befahrbarem Untergrund, vielleicht dem schnellsten im Programm, handelt es sich um einen mehr als nur einfachen Start in die Jubiläumsveranstaltung. Alle standen und stehen teilweise auch noch vor einem langen Tag.
Der Geschäftsführer der im hessischen ansässigen Werkzeugschmiede KS-Tools, Stephan Schott, ging als zweiter im Team auf die Piste. Nach einem ersten langen Tag kam Stephan Schott mit Holm Schmidt als 65. ins Etappenziel. Damit konnte das Team bei seinem ersten Start bei der berühmten Dakar ganz gut leben.
Weitaus schlimmer hatte es das zweite Mitsubishi-Team erwischt. Tino Schmidt und Philipp Tiefenbach blieben schon vor dem ersten Kontrollpunkt der heutigen Etappe stehen. Erste vorläufige Diagnose von Philipp Tiefenbach – Motorschaden. Um diese Aussage zu bestätigen und vielleicht doch noch die Weiterfahrt für das Team zu retten, ist das Serviceteam zur Zeit auf den Weg zurück zum gestrandeten Pajero.



Im „FleetBoard Mercedes-Benz Team“ ist alles bereit für den Start in Buenos Aires

03.01.09
Das erste Bivak in Buenos Aires

Endlich geht es los! Für die drei Race-Teams um Tino Schmidt, Stephan Schott und Thomas Wallenwein stellten die letzten Arbeiten an Fahrzeugen und Ausrüstung vor Ort in Buenos Aires kein Problem mehr da, auch wenn...     
...ja wenn nicht die Sache mit dem roten Race-Unimog noch gewesen wäre.
Auf der Überfahrt von Le Havre nach Buenos Aires wurde die Fahrerkabine des KS-Tools Renn-Unimogs mit der Startnummer 562 aufgebrochen und ausgeraubt. Das bedeutete in den wenigen Tagen vor dem Start am heutigen Samstag doch ein Menge Mehrarbeit mit Behörden und der Polizei.
Aber zunächst hieß es mal die Fahrzeuge – und zwar alle Fahrzeuge – am Hafen in Empfang zu nehmen. Da war die ganze Mannschaft schon mal einen ganzen Tag beschäftigt. Dann mussten im provisorischen ersten Bivak, auf dem Universitätsgelände in der Mitte der Stadt, alle letzten Vorbereitungen treffen. Dann stand in den letzten Tagen noch die abschließenden Papier- und Technikabnahme für die Pressefahrzeuge an – dazu gehören ein Mercedes-Benz G-Modell, pilotiert von der neuen Teamchefin Ellen Lohr, ein Mercedes-Benz Sprinter und ein besonders gestalteter Viano im Dakar-Loock.
Für Stephan Schott bot sich anschließend die Gelegenheit, sich mit den örtlichen Polizisten anzufreunden. Das Ganze endete dann in abgerissenen Polizeiabzeichen (werden sich auf Stephans Rennanzug wiederfinden), polizeilichen Kopfbedeckungen sowie einer Reitstunde auf einem Polizeipferd für Phillip Tiefenbach.
Am 1.Januar abends musste dann noch der Rest der Mannschaft ungefähr 20 verschiedene Stationen bei der Abnahme durchlaufen und außer Truckreinigung und Fahrerbesprechung am 2. Januar sollte nun alles erledigt sein.




Platztausch im Leipziger „FleetBoard Mercedes-Benz Team“ vor der Dakar 2009

22.12.08
Die Fahrer des „FleetBoard Mercedes-Benz Team“ zur Dakar 2009

Für das in der sächsischen Metropole beheimatete Rallyraid-Team wird neben Stephan Schott nun Tino Schmidt mit Beifahrer Philipp Tiefenbach, anstelle der Wahlmonegassin Ellen Lohr, bei der ersten Dakar auf südamerikanischen Boden an den Start gehen.     
Vor einigen Tagen stand in der französischen Hafenstadt Le Havre die Technische Abnahme aller Wettbewerbsfahrzeuge auf dem Plan. Als allerletztes Fahrzeug reihte sich der T1 Mitsubishi Pajero vom FleetBoard 2drive Racing Team in die Schlage der erfolgreich abgenommenen und nach Argentinien zu verschiffenden Rallyeboliden ein.
Offenkundigste Änderung an diesem Fahrzeug waren die Namensschriftzüge der Fahrerpaarung – anstelle von Ellen Lohrs Name konnte man daran die von Tino Schmidt und Philipp Tiefenbach ausmachen. Nur wenige Tage vor der Abfahrt des Trosses aus Leipzig wurde das Team mit dem Problem konfrontiert, dass das bis dahin gesammelte Sponsorengeld von Ellen Lohr aller Voraussicht nach nicht ganz für die erste südamerikanische Ausgabe der Dakar reichen wird. Um aber den Sponsorenverpflichtungen dennoch nachzukommen, war eine schnelle Entscheidung notwendig. So entschied man sich kurzer Hand, einfach die Plätze und Funktionen im Team zu tauschen. Somit wird Tino Schmidt am 3. Januar 2009, seine nunmehr dritte Dakar als Aktiver in Angriff nehmen.
„Ich denke mit dieser Entscheidung haben wir das Beste aus dieser Situation gemacht. Auch wenn es mich ein wenig unvorbereitet getroffen hat, fühle ich mich sehr wohl bei den Gedanken, mal in Argentinien und Chile unseren Pajero auszufahren.“ erklärt Tino Schmidt die Situation. Neben ihm wird, wie schon in diesem Jahr gewohnt, Philipp Tiefenbach Platz nehmen. Für ihn ist es nicht der erste Abstecher nach Argentinien, da er schon vor einigen Jahren an der Seite von Scheich Khalifa Al Mutawei, damals noch bei X-Raid unterwegs, die Por la Pampas im Rahmen des Weltcups bestritt und noch sehr gute Erinnerungen daran hat. Die Rolle des Sportlichen Leiters im Team wird nun Ellen Lohr übernehmen und den Tross hinter dem Lenkrad eines Mercedes G begleiten. Somit kann sie auch ihren journalistischen Aufgaben direkt vor Ort ideal nachkommen und ihre Sponsoren bestens vertreten. Ihre angestammte Beifahrerin, die Französin Antonia de Roissard, wird ebenfalls mit von der Partie sein und den Posten des Teammanagers übernehmen. „Ihre Fremdsprachenkenntnisse können enorm wichtig sein. Es ist ja trotzdem eine französisch geleitete Veranstaltung und ihre Spanischkenntnisse können für uns in Argentinien und Chile noch einmal Gold wert sein. Und dann kommen noch ihre logistischen Fähigkeiten dazu – im Grunde ist sie damit schon der perfekte Teammanager für diese Dakar.“
Den zweiten Pajero (V60 DID) im „FleetBoard Mercedes-Benz Team“ wird erstmals der bei der Dakar startende Stephan Schott, mit Holm Schmidt an seiner Seite, pilotieren. Der hessische Unternehmer wird mit dem Wagen an den Start gehen, mit dem er erst vor reichlichen vier Wochen die UAE Desert Challenge auf dem 17. Gesamtrang beendete.
Technisch sind alle Fahrzeuge bestens für den reichlich 9.500 Kilometer langen Ritt durch Südamerika gerüstet. Bei der Technischen Abnahme gab es keinerlei Probleme und die Zeit bis zum Start in Buenos Aires Anfang Januar kann von den Teammitgliedern noch für das weitere Konditions- und Fitnesstraining ausgiebig genutzt werden.



Geschafft – Stephan Schott und Holm Schmidt beenden erfolgreich ihre dritte UAE Desert Challenge

01.11.08
Brachten ihren Pajero weitesgehend unbeschadet wieder nach Dubai zurück: Stephan Schott und Holm Schmidt

Auf Gesamtrang 17 und nach einer letzten schweren Abschlussetappe rollte das hessisch-sächsische Team vor einigen Stunden erschöpft aber glücklich über die Zielrampe im ehrwürdigen Dubai International Marine Club.
Auch die letzten beiden „kurzen“ Teilstücke über feste Sandstraßen zurück nach Dubai waren für Stephan Schott und seinen Leipziger Co-Piloten Holm Schmidt noch einmal von der richtig harten Sorte.
Eigentlich hatte man sich aus den Erfahrungen der vorangegangenen Teilnahmen eine richtig gute Platzierung für den letzten Tag vorgenommen. Konnte man doch in den Jahren zuvor am letzten Tag immer unter die Top 10 fahren. Doch es sollte wieder einmal ganz anders kommen.
„Wir mussten heute wieder richtig kämpfen. Die große Hitze machte uns heute wieder besonders zu schaffen. Fast über die ganze Strecke hatten wir den Wind im Rücken, so dass an eine Kühlung währende der Fahrt für den Motor nicht zu denken war. Kaum waren wir ein wenig vor gefahren machten uns die hohen Motortemperaturen wieder zu schaffen. Aber es ging nicht nur uns so. Viele hatten damit ihre Probleme.“ meint Stephan Schott.
Auf der zweiten heutigen WP sah es lange nach einem Top 10 Platz zum versöhnenden Abschluss aus –  für das Team wurde am einzigen Kontrollpunkt die siebtschnellste Zeit gemessen – bis es zu einem Plattfuß kam. „Dazu kam noch auf dem zweiten Teilstück ein Plattfuß im tiefen Sand dann wieder die Temperaturen und schon ist man weg vom Fenster.“ so Holm Schmidt zum heutigen Tag.
Trotz der Strapazen ist man im Quartier des 2drive Teams in Dubai mit der gezeigten Leistung zufrieden. „Das Auto hat echt gut gehalten und vor allem konnten wir den Pajero weitestgehend heil lassen. So steht unserer Teilnahme an der Dakar 2009 mit diesem Wagen, eigentlich nichts mehr im Wege. Denn ich denke schon, dass unser Logistikpartner, die PANALPINA AG aus Frankfurt, unseren Wagen genauso perfekt nach Deutschland zurück bringen werden, wie vor ein paar Tagen schon hierher.“ sagte Stephan Schott abschließend.
Am Mittwoch geht der Mitsubishi per Luftfracht zurück nach Deutschland, um anschließend für die südamerikanische Tour vorbereitet zu werden.
Sieger der UAE Desert Challenge 2008 wurde mit großem Vorsprung von fast viereinhalb Stunden das X-Raid Team Nasser Al Attiyah/Tina Thörner die somit einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg einfuhren. Auf Platz zwei kamen die einheimischen Yahya Alhelei und Khalid Alkendi in ihrem Nissan Petrol, vor der russischen Kamaz-Besatzung von Vladimir Chagin, Sergey Savostin und Anatoly Tahin.



Mit Stephan Schott und Holm Schmidt geht es wieder vorwärts

30.10.08
Haben heute mit ihrer Aufholjagd begonnen: Stephan Schott und Holm Schmidt

Nach der großen Enttäuschung von gestern folgte heute eine erste kleine Aufholjagd, die das hessisch-sächsische 2drive Team auf Gesamtplatz 19 nach vorne brachte.
Auf den heutigen 314 WP-Kilometern konnte das Team von Stephan Schott in der Gesamtwertung wieder ein wenig Boden gut machen. Auf festen Sandpisten und wiederum unzähligen Sanddünen immensen Ausmaßes, wurde der Wagen mit der Startnummer 225 als insgesamt 25. gewertet (davon 23. in der PKW-Klasse).
Dadurch, dass seit einem dreiviertel Jahr in der Region kein Regen mehr gefallen war, ist der Dünensand bei der diesjährigen Ausgabe der UAE Desert Challenge besonders tief und tückisch. „Jeden Tag immer in dieser Hitze hunderte Kilometer zu fahren zehrt unheimlich an der Substanz. Wir mussten uns heute wieder richtig durchkämpfen, auch wenn es im Grunde eigentlich ganz gut lief.“ kommentiert Stephan Schott ein wenig mitgenommen.
Ohne dem einen oder anderem kleinen AHA-Erlebnis ging aber auch dieser Tag nicht  über die Bühne. Dazu noch einmal Staphan Schott: „In einem kleinen Tal ‚klopfte’ plötzlich was ein bisschen heftiger an unser Heck. Wir wurden von einem anderen Teilnehmer einfach bei seinem Versuch zurück zustoßen übersehen, so dass er uns ins Heck fuhr. Zum Glück hat es aber nur ‚kosmetische’ Veränderungen in der Heckpartie mit sich gezogen. Er kam dann auch gleich im Biwak zu uns um sich zu entschuldigen. Man muss in der Wüste auch nicht immer damit rechnen dass immer einer hinter einem steht.“ meint Stephan Schott mit entspannten Lächeln.
Was an diesem Tag aber wesentlich mehr ins Gewicht fiel war, wie auch schon die Tage zuvor, der enorme Dieselverbrauch. „Durch den tiefen Sand in diesem Jahr gehen unsere Erfahrungswerte der Vorjahre in Punkto Spritverbrauch nicht mehr auf. Schon an den ersten Tagen merkten wir, dass wir weit aus mehr Diesel verbrauchen wie früher. Heute nun war es besonders extrem. Da kam unser Pajero-Motor mehrmals ins stottern wie wir in extremen Schräglagen bei den Dünenfahrten scheinbar schon den Tank leer fuhren. Aber letztendlich schafften wir es noch bis ins Etappenziel.“ so Holm Schmidt zu den Ereignissen des heutigen Tages.
Morgen wird dann in zwei kleinen Etappen (118 und 166 Kilometer) die diesjährige UAE Desert Challenge ihren Abschluss finden.
Die Führung weiter ausbauen konnte das X-Raid Team Nasser Al Attiyah/Tina Thörner die somit einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg entgegenfahren. Weiterhin auf Platz zwei sind die einheimischen Yahya Alhelei und Khalid Alkendi (Nissan Petrol), die ihren Vorsprung auf die Kamaz-Besatzung Vladimir Chagin, Sergey Savostin und Anatoly Tahin weiter ausbauen konnten.



Vorwärtsdrang vom 2drive-Team vorerst gestoppt

30.10.08
Da lief es für das 2drive-Team noch richtig gut

Die gestrige Königsetappe über insgesamt 340 Kilometer Wertungsprüfung warf Stephan Schott und Holm Schmidt deutlich zurück. Eine Aufholjagd ist heute dafür angesagt.
Der dritte Tag der UAE Desert Challenge 2008 wird dem Geschäftsführer der KS TOOLS Werkzeuge-Maschinen GmbH noch ein wenig länger im Gedächtnis haften bleiben. Das ist einer dieser Tage an denen man lieber erst gar nicht aus dem Bett aufstehen sollte.
„Die Hitze in diesem Jahr ist wirklich fast unerträglich. Kaum ist die Sonne draußen haben wir hier Temperaturen von knapp 50 Grad und keinen Schatten. Im Auto herrschen dann Temperaturen von knapp 70 Grad. Und das über Stunden in voller Fahrermontur.“ berichtet ein merklich erschöpfter Stephan Schott.
Diese körperliche Dauerbelastung führt dann auch hin und wieder zu Unaufmerksamkeiten mit fatalen Folgen. So auch gestern kurz vor CP4 geschehen.
Noch einmal Stephan Schott: "Es war kurz vor dem letzten Zwischenstopp auf der WP, keine zwei Kilometer oder zwei, drei Dünenkämme vom nächsten Halt entfernt. Ich dachte schon an die 10 Minuten Pause vor dem letzten Teilstück, eine volle Flasche von frischen, kühlenden Wasser und ein wenig Erholung. Dabei war ich halt nicht ganz bei der Sache und wir fanden uns in einem riesigen Loch wieder. Nach einer kurzen Bestandsaufnahme wollten wir versuchen da wieder heraus zu kommen, aber der Motor sprang einfach nicht mehr an. So mussten wir auf weitere Hilfe warten.“.
Dies dauerte länger wie gehofft. Nachdem mit fremder Starthilfe der Motor wieder lief, konnte der Mitsubishi aus eigener Kraft die Etappe beenden. „Leider haben wir dabei soviel Zeit eingebüßt, dass wir außerhalb der Karenzzeit und erst im Dunkeln das Etappenziel erreichten und wir dadurch die Maximalzeit von zehn Stunden bekamen.“ so Stephan Schott abschließend. Die dritte Etappe beendete das Team somit nur als 29.
In der Gesamtwertung rutschte dadurch das 2drive Team von Stephan Schott und Holm Schmidt auf den 22. Gesamtrang ab. Mit knapp dreieinhalb Stunden Rückstand haben sie den Sprung in die Top 10 geschafft.
Das X-Raid Team Nasser Al Attiyah mit Tina Thörner sind weiterhin Führende der UAE Desert Challenge und haben mittlerweile schon einen Vorsprung von fast drei Stunden!. Neu auf Platz zwei sind die Nissan Patrol Fahrer Yahya Alhelei und Khalid Alkendi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten. Auf Platz drei der Gesamtwertung folgt – mit nur sieben Minuten Rückstand auf den zweiten Platz –schon der Kamaz-Veteran Vladimir Chagin.
Heute steht die mit 314 Kilometern die zweitlängste Tagesetappe auf dem Programm.



Die tolle Fahrt von Stephan Schott und Holm Schmidt geht weiter

29.10.08
In der Wüste schnell unterwegs: Stephan Schott und Holm Schmidt

Nach der sehr erfolgreichen ersten Etappe bei der diesjährigen UAE Desert Challenge, kommt das 2drive Team in der Ergebnistabelle nach dem zweiten Tag noch weiter vor.
Am Dienstag stand nun die zweite lange Wüstenetappe auf dem Programm. Nach den thermischen Problemen vom Montag, wo Stephan Schott sogar auf der Stage den Wagen für einige Minuten abstellen musste, um den überhitzen Motor abzukühlen, standen Gestern nun weiter 296 Kilometer als Tagespensum auf dem Programm.
Gestern um 09:15 Uhr (Ortszeit) begann für Stephan Schott und Holm Schmidt der Ernst des Tages. Als Vierzehnte auf die Strecke der Nakheel-Prüfung gelassen, gab es Anfangs wieder ein paar Probleme im tiefen Wüstensand und der sengenden Hitze. Zum Ende hin der dünenreichen Strecke konnten aber immer mehr Teams überholt werden und so sprang am Ende sogar der neunte Tagesrang heraus!
Stephan Schott: "Es war heute wirklich wieder ein schwieriges Terrain und wegen dem weichen Sande ging es auch nicht so schnell voran. Die letzten 30 km dagegen gingen richtig gut, weil der Sand hier wesentlich härter war.“ Holm Schmidt sagte: „Es ist ein wirklich schwieriger Tag wegen des weichen, tiefen Sandes mit einigen sehr großen Dünen gewesen. Hier benötigt man schon eine ganze schöne Portion Erfahrung um gut voran zu kommen. Zum Glück helfen uns da die Erinnerungen von den Starts der vergangenen Jahre.“.
In der Gesamtwertung nach zwei schweren Wüstenetappen konnte sich das 2drive Team von Stephan Schott und Holm Schmidt auf den zehnten Gesamtrang verbessern! Mit knapp dreieinhalb Stunden Rückstand haben sie den Sprung in die Top 10 geschafft.
Die Gesamtführung konnte die X-Raid Paarung Nasser Al Attiyah mit Tina Thörner behalten und sogar noch entscheidend ausbauen. Mit schon über eineinhalb Sunden führen sie vor ihren Teamkollegen aus Russland. Am Steuer des zweiten X-Raid BMW sitzt Leonid Novitsky und hat bereits 1:35 Stunden Abstand zum Führenden
Heute steht die mit 340 Kilometern längste Tagesetappe auf dem Plan.




Toller Einstand für Stephan Schott und Holm Schmidt bei der UAE Desert Challenge

27.10.08
Stephan Schott beim Start 2006

Trotz langer Pause – das Team war zuletzt im Frühjahr bei der neuen Central Europe Rally aktiv – startet Stephan Schott mit Holm Schmidt furios in die 2008 Ausgabe der UAE Desert Challenge. 
Am gestrigen Sonntag absolvierten alle 37 Autos den zwei Kilometer langen Prolog, um die heutige Startreihenfolge untereinander auszufahren. Schon bei diesem kurzen Abschnitt war das 2drive Team am Ende besser wie ihr eigentlicher Startplatz. Als 14. ins Rennen geschickt, wurde Stephan Schott, mit der Nummer 225 unterwegs, letztendlich schon als 19. im Ziel gezeitet. Das bedeutete für das Team der Startplatz 19 auf der ersten richtigen Stage heute Mittag.
Diese begann für sie genau um 12:23 Uhr (Ortszeit). Heute ging es nun hinein in den großen Sandkasten rund um Abu Dhabi mit den 281 Kilometern der ersten Prüfung. Das Team rund um den Geschäftsführer der KS TOOLS Werkzeuge-Maschinen GmbH in Heusenstamm bei Frankfurt/M. legte gleich einmal richtig gut los. Schon bei den ersten Zwischenzeiten konnte er seine Position verbessern. Am Ende beendete er die Stage „Abu Dhabi“ als phantastischer 16.
"Die ganze Etappe war es brutal heiß. Auch für unseren Pajero war es nicht die optimale Temperatur. Wir mussten öfters sogar das Tempo rausnehmen um den Motor nicht zu überhitzen. Einmal war es sogar notwendig für ein paar Minuten anzuhalten, um unseren Mitsubushi wieder auf Betriebstemperatur runter zu bringen. Aber abgesehen davon war es ein toller Einstand. Ein paar Reserven haben wir auch noch rein fahrerisch." teilte uns Stephan Schott seine Eindrücke mit.
Gesamtführende sind wie auch schon nach dem Prolog die X-Raid Paarung Nasser Al Attiyah mit Tina Thörner an seiner Seite. Auf Platz zwei folgt dann aber auch schon mit einem respektablen Abstand  das Schwester-Team aus dem X-Raid Stall mit dem Russen Leonid Novitsky am Steuer. Der Rückstand beträgt aber auch schon knapp 18 Minuten.
Aber die Abstände sind generell recht groß, so dass Stephan Schott und Holm Schmidt  auch schon knapp 1 Sunde und 10 Minuten auf den Führenden eingebüßt haben. Von den Top 10 dagegen ist das 2drive Team nur knapp eine viertel Stunde entfernt.
Morgen steht dann schon die zweit längste Etappe mit 296 Kilometern auf dem Plan.




Die Wüste ruft – 2drive und Stephan Schott kommen!

24.10.08
Schnell unterwegs: Stephan Schott bei der Ausgabe 2006 in Dubai.

Wie in den Jahren zuvor startet Stephan Schott, der Geschäftsführer der KS TOOLS Werkzeuge-Maschinen GmbH in Heusenstamm mit Holm Schmidt an seiner Seite, in einem neu aufgebauten T1 Mitsubishi Pajero des KS TOOLS 2drive Racing Team beim Saisonfinale des FIA Cross-Country Rally World Cup, der UAE Desert Challenge in Dubai.  

Stephan Schott ist nunmehr schon drei Jahre hintereinander mit in Dubai, wenn wie jedes Jahr, die letzten Punkte des FIA Cross-Country Rally World Cups vergeben werden.
Nach den Plätzen 16 und 19 in den Jahren 2005 und 2006, folgte im letzten Jahr eine große Enttäuschung. Eigentlich bestens vorbereitet wollte der Pajero nach dem letzten Funktionstest vor der Rallye einfach nicht mehr und das Team musste schweren Herzens die Teilnahme vor Ort noch absagen.
Nun ist ein Jahr vergangen und Stephan Schott rechnet mit einer ordentlichen Steigerung. „Wir nehmen jetzt nun schon zum dritten Mal den arabischen Wüstensand unter unsere Räder. Im Vergleich zu 2005 konnten wir bereits ein Jahr später eine deutliche Steigerung erfahren. Ich denke auch, dass wir in diesem Jahr in unserer Klasse noch besser abschneiden können als in 2006.“ erklärt ein sichtlich erfreuter Stephan Schott.
Nach dem Überschlag und dem Ausscheiden vom Team am vorletzten Tag bei der Central Europe Rally in Ungarn, wurde der T1 Diesel Pajero V60 komplett neu aufgebaut. „Wir sind in diesem Jahr wirklich frohen Mutes, dass wir ein gutes Ergebnis einfahren werden. Da in diesem Jahr die Veranstaltung nicht so stark besetzt ist, rechnen wir schon ein wenig damit, dass wir an den Top 10 kratzen könnten. In Rumänien und Ungarn waren wir zwischendurch ja auch schon wirklich richtig gut unterwegs.“
Als 24. wird Stephan Schott und Holm Schmidt am Sonntag mit Nummer 225 an den Start gehen. Bis dahin werden sie am Samstag, noch vor der technischen Abnahme, einen kurzen Test absolvieren, um die Temperaturverträglichkeit von Mensch und Maschine zu prüfen. „Wir hoffen, dass sich dieses Jahr der Aufwand auch wirklich gelohnt hat, denn wir müssen uns bei unserem Logistikpartner, der PANALPINA AG in Frankfurt ganz riesig bedanken. Was Sie für einen Super Service uns zur Verfügung gestellt haben, ist wirklich Spitze.“
Im Rahmen der diesjährige Ausgabe der UAE Desert Challenge müssen ca. 1.518 km auf Zeit absolviert werden. Enden wird sie nach knapp 2.000 Kilometern am darauf folgenden Freitag (31.10.) wieder im ehrwürdigen Dubai International Marine Club.



2drive Team im Ziel auf Platz 9

24.08.08
Auf den staubigen Pisten in in Ungarn war das Team aus Deutschland sensationell unterwegs.
Foto: marathonraly.com

Nach den schon fast deprimierenden Abschneiden des Teams in diesem Jahr, konnten Tino Schmidt mit Philipp Tiefenbach endlich den Teufelskreis durchbrechen und das Potential des Wagens und Teams unter Beweis stellen.

Eine Top 10 Platzierung war die optimistische, selbst gestellte Vorgabe von Tino Schmidt vor dem Start am Freitag in Balatonfüred. Am Ende wurde es sogar der sensationele neunte Platz!
Im grunde aus der kalten gestartet, da der Pilot Tino Schmidt nach zwei Jahren absoluter Ruhe nur im April diesen Jahres gerade mal eine halbe Italian Baja im Lastenheft stehen hatte, kann dieses Ergebnis für den reinen Amateur aus Leipzig nicht hoch genug eingestuft werden.
Nach dem Ärger mit der Zeitstrafe am Freitag, konnte das Team ab Samstag morgen richtig aufdrehen und holte Platz für Platz auf. Zwischenzeitlich sogar schon auf Platz acht liegend, stand am Ende das Team rund um den Unternehmer aus Sachsen auf den neunten Platz.
Sieger der diesjährigen Hungarian Baja, vierter und vorletzter Lauf zum FIA Baja Worldcup, wurde wie erwartet der X-Raid Fahrer Nassar Saleh Al-Attiyah, der somit seine Weltcupführung weiter ausbauen konnte und somit quasi als neuer Weltcupsieger 2008 schon feststeht.

Erfolgreicher Auftakt für das 2drive Team

23.08.08
Trots nachträglichen Ärger beim Prolog, ist das Team weiter auf dem Vormarsch.
Foto:marathon.com

Nach der Dritten von insgesamt neuen Etappen rangiert Tino Schmidt mit Philipp Tiefenbach auf einem hervorragenden neunten Gesamtrang.

Nach dem ersten Aufgalopp, dem knapp neun Kilometer langen Prolog, hatte das sächsisch-bayerische Team zu erst ein Lächeln auf den Gesichtern. Der 11. Platz mit, 50 Sekunden Rückstand zum Sieger Guerlain Chicherit auf einem X-Raid BMW, zeigte ein erstes mal das Potenziel von Fahrzeug und Team auf.
Das Lächeln verflog aber schon am späten Abend, als das offiziele Endergebnis des Prologes und die daraus resultierunde Startreihenfolge veröffentlicht wurde. Platz 19 und dementsprechend der letzte Startplatz für den Samstag morgen standen da für Schmidt/Tiefenbach plötzlich zu Buche. Die Erklärung dafür folgte auf dem Fuße: Zeitstrafe für das Team mit der Nummer 17 wegen Überschreitung des Tempolimits auf der Verbindungsetappe! Insgesamt 3 Minuten und 20 Sekunden wurde dem Team zusätzlich aufgebrummt.
Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch ging Tino Schmidt am heutigen Morgen in die erste richtige Stage und legte gleich richtig los. Lohn der Mühe ist der zwischenzeitliche neunte Gesamtrang nach der dritten Etappe. Mit beständigen Zeiten in den Top 10 kann er bis jetzt seine Wunschplatzierung halten. Erstes prominentes Opfer dagegen ist der X-Raid Fahrer Guerlain Chicherit, der am morgen als Führender auf die Strecke ging.

2drive startet mit Tino Schmidt/Phiipp Tiefenbach in Ungarn

19.08.08
Tino Schmidt und Philipp Tiefenbach hoffen auf eine gute Platzierung auf den sandigen Pisten am Balaton.

Nach ihrem glücklosen Einsatz im März dieses Jahres bei der Italian Baja, will der Leipziger Tino Schmidt mit seinem bayerischen Co-Piloten Philipp Tiefenbach die Ausfallserie des Teams in diesem Jahr endlich ad acta legen. Eine Platzierung in den Topp 10 gilt als Maßgabe.

Am Freitag gegen 18:06 Uhr ist es soweit: Der T1 2drive Pajero mit der Startnummer 17 wird die ersten Wettkampfmeter der 2008er Hungarian Baja unter seine Räder nehmen. Bei dem stark besetzten vierten Lauf zum FIA Baja Worldcup werden Tino Schmidt und Philipp Tiefenbach mit eben den Mitsubishi Pajero an den Start gehen, mit dem Ellen Lohr bei der Central Europe Rally im April dieses Jahres schon in Ungarn und Rumänien am Start war. Damals, wie auch schon bei der Italien Baja 2008 sah der Wagen aber nicht die Zielflagge.
"Irgendwann muss ja mal die Pechsträhne im Team ein Ende haben. In diesem Jahr kam bei allen Starts bisher kein Wagen ins Ziel. Das ist wie verhext!" meinte Tino Schmidt, Teamchef und Fahrer in Personalunion, vor seiner Abfahrt nach Ungarn.
Zu seinen gesteckten Zielen befragt sagte er: "Der Wagen ist perfekt vorbereitet. Seit seinem letzten Einsatz im April wurde viel Zeit in den Aufbau des Pajeros verwendet. Von der technischen Seite her sollte also einem erfolgreichen Abschneiden nichts im Wege stehen. Ich selbst fühle mich auch bestens. Trotz des starken Fahrerfeldes rechnen wir uns schon ein Platz unter den ersten 10 aus."
Das Starterfeld des FIA Baja Worldcup Laufes ist zwar zahlenmäßig nicht sehr groß – nur 20 Teilnehmer umfasst die Nennliste – aber qualitativ bietet es schon allerhand. Allein schon drei BMW X3 CC bringt die deutsche X-Raid Rally Raid-Schmiede an den Start. Dazu kommen noch zwei weitere X5 sowie diverse, bestens besetzte Nissan und Mitsubishis. Bei den Fahrerpaarungen stechen natürlich der Weltcup-Führende Nassar Saleh Al-Attiyah (X-Raid) und der Weltcup-Sieger von 2007 Boris Gadasin (Nissan) hervor. Aber auch der Franzose Guerlain Chicherit, der Russe Leonid Novitskiy (beide X-Raid) oder Massimo (Miki) Biasion auf einem Mitsubishi L200 Proto, Rui Sousa auf dem Isuzu D-Max sowie der einheimische László Palik (Nissan Navara) sind bei weitem keine Unbekannten in der Szene.
Es wird also für das einzige deutschsprachige Team im diesjährigen Starterfeld nicht sehr einfach werden, das selbst gesteckte Ziel, nach reichlich 490 gezeiteten Kilometern am Sonntag in Balatonfüred, zu erreichen.


Das FleetBoard 2drive Team konnte als Privatteam gut mithalten

26.04.08
Fiel am vorletzten Tag mit Motorschaden aus: Stephan Schott und Holm Schmidt mit ihrem Diesel Pajero.
Foto: marathonrally.com

Die Central Europe Rally ist für das Team "FleetBoard" vorzeitig beendet. Nachdem Ellen Lohr und Antonia de Roissard bereits am Dienstag die Segel streichen mussten, fiel am Freitag das zweite Einsatzfahrzeug einem technischen Defekt zum Opfer.

Trotzdem zieht das Team ein positives Fazit. "Wir waren stark unterwegs und konnten als Privatteam gut mithalten", sagt Lohr. "Die Central Europa Rally war eine schöne Veranstaltung und eine gute Vorbereitung auf die Dakar 2009."
Lohr/De Roissard schieden auf der ersten Wertungsprüfung der dritten Etappe nach einem Unfall aus. Der Mitsubishi Pajero überschlug sich einen Abhang hinunter und blieb in einem Flussbett auf den Rädern stehen. Ein Kran konnte das Fahrzeug erst am späten Mittwochvormittag bergen. "Die Situation war für uns eine grosse Enttäuschung, denn die Bergungsaktion hat gerade einmal zehn Minuten gedauert", so Lohr. "Schade, dass der Kran nicht schneller kommen konnte. An unserem Fahrzeug waren lediglich die Scheiben beschädigt, wir sind aus eigener Kraft zurück nach Budapest gefahren."
Für Schott/Schmidt endete die Rally am Freitag auf dem Weg zum Etappenziel in Veszprem (Ungarn). Nach einem zweifachen Überschlag auf der zweiten Etappe am Montag und einem grossen Rückstand hatte sich das Fahrerduo mit guten Einzelergebnissen bis auf Position 43 nach vorne gekämpft. "Wir sind die letzten 20 Kilometer vor dem Etappenziel sehr behutsam gefahren, da unser Mitsubishi zu heiss wurde", sagt Schott. "Im Service stellten unsere Techniker dann eine defekte Zylinderkopfdichtung fest - wohl ein Folgeschaden von unserem Überschlag, nach dem wir einige Kilometer ohne Kühlwasser fahren mussten."
Die beiden Mitsubishi Pajero Einsatzfahrzeuge und die Service-Flotte, zu der auch ein neu aufgebauter Mercedes-Benz Sprinter zählt, machen sich nun auf die Heimreise. Nach der Rally ist vor der Rally und so beginnt das Team bereits in den nächsten Tagen mit der Vorbereitung auf die Dakar 2009.


Aufholjagd von Schott/Schmidt vorzeitig beendet

25.04.08
Hier lag der Pajero von Stephan Schott und Holm Schmidt noch gut im Rennen.
Foto: marathonrally.com

Nach einer weiteren tollen Platzierung auf dem ersten Teilabschnitt am heutigen Vormittag, musste Stephan Schott seinen Diesel Pajero im Mittagscamp von Veszprem mit Motorschaden endgültig abstellen.

Auf den ersten 157 WP-Kilometern der heutigen Etappe nordöstlich von Veszprem, konnte die Crew vom Leipziger 2drive Team noch mal eine Top-Platzierung einfahren. Mit dem 28. Platz in der Speciale verbesserte sich Stepahn Schott am vorletzten Tag der ersten Ausgabe der Central Europe Rally in der Zwischenwertung auf Rang 43.
Im Zwischenziel im Camp von Veszprem kam dann aber die ernüchternde Diagnose: Motorschaden. Ein Folgeschaden, resultierend aus seinem Überschlag am zweiten Tag der Rallye, lässt seine so erfolgsversprechende Aufholjagd abrupt beenden.
Nach dem vorzeitigen Ende von Ellen Lohr und Antonia de Roissard am Mittwoch, muss nun auch der zweite Wagen des Fleetboard 2drive Teams aus Leipzig vorzeitig die Heimreise antreten.


Das 2drive Team Schott/Schmidt kommt in Fahrt

24.04.08
Kommen immer besser in Fahrt: Stephan Schott und Holm Schmidt im Diesel Pajero.
Foto: marathonrally.com

Auch auf der fünften Etappe konnte das Leipziger Team weitere Plätze gut machen und ist nun schon in den Top 50 zu finden.

Langsam kommt Stephan Schott, mit seinem Leipziger Copiloten Holm Schmidt an seiner Seite, in Fahrt. Der Geschäftsführer der hessischen Werkzeugfirma KS Tools, scheint sein neues Gefährt und die Strecken in Ungarn immer besser in Griff zu bekommen. Nachdem er schon Gestern mit Platz 37. eine mehr als respektable Leistung ablieferte, konnte man heute sogar schon in die Top 30 fahren. In der Addition beider heute zu absolvierenden Teilstücke über insgesamt 210 Kilometer, wurde das Tem als 29. des Tages im Etappenziel von Veszpren gewertet.
"Wir haben einmal einen heftigen Sprung hingelegt, die Stelle war unserer Ansicht nach nicht im Roadbook als Sprung markiert. Hier haben wir auch Giniel de Villiers liegen sehen. Ansonsten ist es gut gelaufen." so Stephan Schott zum heutigen Tag. Der vom Überschlag am Dienstag nachwievor lädierte Mitsubishi hält sich weiterhin tapfer und man mag nicht darüber nachdenken wollen, wo das Team hätte liegen können, wenn...

Für Stephan Schott geht es weiter vorwärts

23.04.08
Viele Teilnehmer sahen ihn heute wieder nur von hinten: Stephan Schott und Holm Schmidt i